Zwei Hände halten ein Smartphone und fotografieren das Essen auf dem Holztisch: Hintergrund ist unscharf
Foto: Monkey Business 2/Shotshop/picture alliance

Wenn der Feed den Teller füllt

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Durch Fitnesskult und Ernährungstrends wächst der Druck, den eigenen Körper zu optimieren – vor allem bei jungen Menschen. Mit Historikerin Nina Mackert, Autor Fikri Anıl Altıntaş und Start-Up-Gründerin Alina Emde spricht der Journalist Frank Seibert über Ernährung und Schönheitsideale im Wandel der Zeit und den Einfluss sozialer Medien.

Wir leben in einer Welt, in der Ernährung, Fitness und das eigene Aussehen ständig sichtbar gemacht und bewertet werden. Soziale Medien wie Instagram, TikTok oder YouTube prägen Schönheitsideale, Ernährungstrends und Vorstellungen davon, wie ein Körper auszusehen hat. Zwischen Proteinshakes, Diäten, Kraftsport und Social-Media-Trends wie „Looksmaxxing“ entsteht dabei vor allem bei jungen Menschen oft ein hoher Druck zur Selbstoptimierung.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Schönheitsideale und Vorstellungen von „richtiger“ und gesunder Ernährung sich immer wieder verändert haben. Während in früheren Jahrhunderten ein wohlgenährter Körper als Zeichen von Wohlstand und Gesundheit galt, wurden Schlankheit und körperliche Disziplin besonders im 20. Jahrhundert zunehmend zu gesellschaftlichen Leitbildern. Ernährung war und ist immer auch Ausdruck von sozialem Status, kultureller Zugehörigkeit und politischen Einstellungen. 

Die Historikerin Nina Mackert bespricht mit dem Autor und Aktivist Fikri Anıl Altıntaş und der Wirtschaftspsychologin und Start-UpGründerin Alina Emde, warum bestimmte Körperbilder und Ernährungsweisen zu unterschiedlichen Zeiten als erstrebenswert galten und wie soziale Medien unser Verhältnis zu Ernährung und dem eigenen Körper heute beeinflussen. 

Welche Rolle spielen Influencerinnen und Influencer sowie digitale Trends für das eigene Selbstbild? Wo verläuft die Grenze zwischen einem gesunden Lebensstil und problematischem Optimierungsdruck? Kann Ernährung auch positiv gedacht werden, als Ausdruck von Achtsamkeit, Wohlbefinden und Selbstfürsorge?

Es moderiert der Journalist Frank Seibert.

  • Fikri Anıl Altıntaş ist Autor und politischer Aktivist. In seinen Romanen und Workshops setzt er sich u. a. mit „toxischer“ Männlichkeit und medialen Narrativen zu muslimisch-migrantisch markierten Männlichkeiten in Deutschland auseinander.

  • Alina Emde ist Wirtschaftspsychologin, systemische Coachin und Impact-Gründerin. Aus eigener Erfahrung mit einer Essstörung setzt sie sich für mentale Gesundheit ein. Mit ihrem Start-Up Nalei sensibilisiert sie in Workshops und bietet Impulse zur Selbsthilfe und Resilienz für junge Menschen an.

  • Nina Mackert ist Professorin für Nordamerikanische Geschichte und Public History an der Universität Hamburg. Sie beschäftigt sich u. a. mit der Geschichte von Ernährung, Gesundheit und körperbezogenen Normen. Im Oktober 2026 erscheint ihr Buch „Inventing the Calorie. The Politics of Food in the Early Twentieth-Century US“.

  • Frank Seibert ist freier Journalist und Reporter u.a. für ARD Wissen und den SWR. Von 2018 bis 2024 moderierte er das mehrfach ausgezeichnete funk-Format „Die Frage“.

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