Ursula Schröder
Foto: IFSH

Unser Schutz in Krisenzeiten

Zahlreiche Krisen bringen staatliche Institutionen, die für unsere Sicherheit sorgen, an ihre Grenzen. Wo wir selbst Verantwortung übernehmen können, und was geschieht, wenn die eigene Regierung zum Gegner wird, bespricht der Journalist Ulrich Kühn mit der Politikwissenschaftlerin Ursula Schröder und der Schriftstellerin Jina Khayyer.

Anmeldung ab 28. Mai 2026 9:00 Uhr

Krieg und Klimakrise stellen unsere Sicherheit auf die Probe. Wie kann der Staat uns noch schützen – wo können und müssen wir selbst Verantwortung übernehmen? Möglichkeiten gibt es genug, etwa als Ehrenamtliche in Hilfsorganisationen. Politikwissenschaftlerin Ursula Schröder analysiert in ihrem Buch „Schutz in Krisenzeiten“ staatliche Schutzmechanismen und zeigt, wie wir sie für die Zukunft stärken können. 

In ihrem Roman „Im Herzen der Katze“ entwirft die Schriftstellerin Jina Khayyer eine Familien- und Liebesgeschichte, die Vorstellungen von Nationalität und Zugehörigkeit, von Frausein und Freiheit hinterfragt.

Jina sitzt an ihrem Schreibtisch. Im Sekundentakt aktualisiert sich ihr Instagram-Feed. Sie liest: »Jina Mahsa Amini wurde in Teheran von der Sittenpolizei ins Koma geprügelt.« Im nächsten Moment begreift sie: Die junge Frau, die so heißt wie sie, ist tot. 

Was als Versuch beginnt, die Gegenwart zu begreifen, wird zur Reise in die Vergangenheit. Denn die Ereignisse wecken in Jina Erinnerungen an ihre eigenen Aufenthalte im Iran: an die Gastfreundschaft der Menschen, den reich gedeckten Tisch der Tanten, aber auch an die Proteste während der Grünen Bewegung 2009, die auch für Jina zur einschneidenden Lebenserfahrung wurden.

Wie wir in einer krisengeschüttelten Demokratie selbst mehr Verantwortung für unseren Schutz übernehmen können, und was geschieht, wenn die eigene Regierung zum Gegner und Feind psychischer und physischer Sicherheit wird, diskutieren Jina Khayyer und Ursula Schröder mit dem Journalisten Ulrich Kühn.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg. 

  • Jina Khayyer, in Deutschland geboren, iranischer Abstammung, lebt seit 2006 als Schriftstellerin, Dichterin, Malerin und Journalistin in Paris und in der Provence. Sie schreibt für internationale Zeitschriften. Ihr Romandebüt „Im Herzen der Katze“ (Suhrkamp, 2025) stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2025 und wurde mit dem Mara-Cassens-Preis 2025 ausgezeichnet.

  • Ursula Schröder ist wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) und Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg. Zuvor lehrte sie internationale Sicherheitspolitik an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschung konzentriert sich auf den Wandel von Friedens- und Sicherheitsordnungen in einer Welt multipler Krisen. Im April 2026 erscheint ihr neuestes Buch „Schutz in Krisenzeiten“ (Piper).

  • Ulrich Kühn studierte Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie in Berlin und München und promovierte über Verbindungen von Musik und gesprochener Sprache im Theater. Er arbeitete etliche Jahre lang als Autor und Moderator von Musik- und Gesprächssendungen, später als leitender Redakteur für aktuellen Kulturjournalismus. Seit 2015 moderiert Ulrich Kühn die „Herrenhäuser Gespräche“. Darüber hinaus tritt er als Kolumnist der Reihe „NachGedacht“ in Erscheinung. Beim NDR leitet er die Abteilung Kunst und Kulturjournalismus.

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