Ukraine & Beyond - „Ich höre wieder die Sirenen“. Die Rückkehr der Kriegstraumata

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Die Autorin Hilke Lorenz hat in ihrem Buch „Kriegskinder“ die Kindheitserlebnisse während des 2. Weltkrieges beschrieben. Mit dem Psychiater Ingo Schäfer, Leiter der Trauma-Ambulanz am UKE Hamburg, spricht sie über Ängste und Wege aus der Ohnmacht.

Zerbombte Häuser, Menschen in Kellern und auf der Flucht: Der Krieg in der Ukraine weckt bei vielen Älteren verdrängte Erinnerungen und Traumata. Die Journalistin und Autorin Hilke Lorenz hat sich mit dem Einfluss von Kriegserlebnissen und totalitären Ideologien auf Kinder und die nachfolgenden Generationen beschäftigt. In ihrem Buch „Kriegskinder – Das Schicksal einer Generation“ hat sie zahlreiche traumatisierende Kindheitserlebnisse der heutigen Alten aufgeschrieben. Der Psychiater Ingo Schäfer leitet die Trauma-Ambulanz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und hat in den letzten Jahren das Koordinierende Zentrum für traumatisierte Geflüchtete (Centra) in Hamburg aufgebaut.

Im Gespräch mit beiden Expert:innen und dem Publikum stehen alte Wunden und neue Ängste im Fokus sowie die Frage, wie es gelingen kann, die Ohnmacht zu überwinden.

Moderation: Karin Haist, Körber-Stiftung

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Gäste

Hilke Lorenz, geboren 1962, hat sich in mehreren populären Sachbüchern u. a. „Kriegskinder – Das Schicksal einer Generation“ (2003, Spiegel-Bestseller) und „Heimat aus dem Koffer“ (2009) mit dem Einfluss von Kriegserlebnissen und totalitären Ideologien auf Kinder und die nachfolgenden Generationen beschäftigt. Sie ist Redakteurin bei der Stuttgarter Zeitung. Für ihren Artikel „Ausgeliefert“ über die Verschickungskinder gewann sie den Diakonie Journalistenpreis Kategorie Print 2020.

Prof. Dr. med. Ingo Schäfer ist Psychiater und Psychotherapeut. Er leitet die Trauma-Ambulanz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und hat in den letzten Jahren das Koordinierende Zentrum für traumatisierte Geflüchtete (Centra) in Hamburg aufgebaut. Er beschäftigt sich in Forschung und Versorgung mit Traumatisierungen bei unterschiedlichen Gruppen von Betroffenen, etwa Erwachsenen, die in ihrer Kindheit Gewalt erleiden mussten, oder Überlebenden von Krieg und Verfolgung. Schäfer ist Past-Präsident der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und der European Society for Traumatic Stress Studies (ESTSS).

Karin Haist ist im Bereich Alter und Demografie der Körber-Stiftung für die bundesweiten Demografieprojekte verantwortlich, darunter »Zugabe«, den Preis für soziale Gründer*innen 60plus und das Programm Alter und Kommune. Sie ist seit 1991 bei der Körber-Stiftung; unter anderem war sie Projektleiterin des Transatlantischen Ideenwettbewerbs USable und von 2006 bis 2018 Leiterin des Bereichs Gesellschaft. Karin Haist ist 1961 geboren und hat in Freiburg und Tübingen Empirische Kulturwissenschaft und Germanistik studiert. Ihre erste berufliche Station war das Museum der Arbeit in Hamburg.