Rede zum Zusammenhalt von Oleksandra Matwijtschuk
Die ukrainische Nobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk kämpft für eine demokratische Zukunft ihres Landes in Europa und ruft zur Verteidigung der Freiheit auf. Ihr Plädoyer diskutiert sie mit der früheren DDR-Bürgerrechtlerin Marianne Birthler und dem polnischen Vize-Außenminister Marek Prawda.
Der russische Angriff auf die Ukraine markiere „eine Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents“, so Bundeskanzler Olaf Scholz. Auch knapp zwei Jahre später ist der Zusammenhalt in Europa von entscheidender Bedeutung für den Frieden.
Die ukrainische Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matwijtschuk hat es sich mit ihrem 2007 gegründeten Zentrum für bürgerliche Freiheiten (CCL) zum Ziel gesetzt, die Demokratie und Zivilgesellschaft in der Ukraine und Eurasien zu stärken. Sie und ihre Mitstreiterinnen dokumentieren Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen. Dafür wurden sie im Jahr 2022 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. In ihrer Rede zum Zusammenhalt plädiert Oleksandra Matwijtschuk dafür, die Freiheit in Europa zu verteidigen.
Im anschließenden Gespräch mit der früheren DDR-Bürgerrechtlerin Marianne Birthler und dem polnischen Vize-Außenminister Marek Prawda diskutieren wir: Wie ist es um das freiheitliche und solidarische Selbstverständnis Europas bestellt? Welcher Haltung bedarf es, um für eine demokratische Zukunft einzustehen? Welchen Lehren vergangener Friedensbewegungen sollten wir in der Gegenwart Beachtung schenken?
Es moderiert die Slawistin und Journalistin Katja Gloger.
Eine Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache mit Simultanübersetzung.
In Kooperation mit der Deutschen Nationalstiftung.
Oleksandra Matwijtschuk ist eine ukrainische Anwältin, Menschenrechtsaktivistin und Vorsitzende des Center for Civil Liberties. Im Jahr 2022 wurde sie mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet und von der Financial Times als eine der 25 einflussreichsten Frauen der Welt gelistet. Im selben Jahr wurde dem Center for Civil Liberties der Friedensnobelpreis verliehen.
Marianne Birthler, geboren 1948 in Berlin, war DDR-Bürgerrechtlerin, Ministerin, Volkskammermitglied und Bundestagsabgeordnete, Parteivorsitzende und Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Heute ist Birthler u.a. Mitglied im Beirat der Gedenkstätte Hohenschönhausen und im Beirat der Gedenkstätte Berliner Mauer.
Marek Prawda ist Unterstaatssekretär im Außenministerium der Republik Polen und zuständig für die polnische Ost- und Europapolitik. Von 2016 bis 2021 war er Direktor der Vertretung der Europäischen Kommission in Polen und zuvor Botschafter der Republik Polen in Schweden und Deutschland. Marek Prawda wurde unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Katja Gloger studierte als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes Osteuropäische Geschichte, Politik und Slawistik in Hamburg und Moskau. Sie war Stern-Korrespondentin in Moskau und Washington, interviewte Gorbatschow, Jelzin und Putin. Die mehrfach ausgezeichnete langjährige Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen arbeitet heute als freie Journalistin und Buchautorin vor allem zu Russland und sicherheitspolitischen Themen.
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