
Politische Freiheit: Frauen gegen Herrschaft und Macht
Protest und Revolution richten sich gegen gesellschaftliche Macht und Strukturen. Ob Iran oder Belarus, ob Klimakrise oder Diskriminierungsdebatte: Widerspruch und Veränderung werden längst maßgeblich von Frauen initiiert. Ein Gespräch mit der Journalistin Shila Behjat und der Philosophin Eva von Redecker. Es moderiert Christoph Bungartz.
Von Iran bis Belarus, von Fridays for Future bis zu den großen Diskriminierungsdebatten – Revolutionen und gesellschaftliche Wandlungsprozesse haben heute oft ein weibliches Gesicht.
Für ihr neuestes Werk „Frauen und Revolution“ sprach die vielfach ausgezeichnete Journalistin Shila Behjat mit den Anführerinnen der Bewegungen. Entstanden ist eine lebendige Reportage, die zeigt: Auch unter widrigsten Umständen sind Frauen schon lange nicht mehr nur Opfer, sondern Protagonistinnen der Geschichte.
In ihren Forschungen zum Revolutions- und Gewaltbegriff denkt die Philosophin Eva von Redecker Revolution als Selbstermächtigung, die ihr Zeil nicht im gewaltsamen Umsturz hat, sondern darin, die bestehenden Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse durch eine Gemeinschaft der Teilenden zu ersetzen.
Ein Gespräch über ein neues Frauenbild und über den Wandel von Herrschaft und Macht.
Es moderiert der Journalist Christoph Bungartz.
Eine Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg.
Shila Behjat wurde 1982 geboren. Nach ihrem Jurastudium in Hamburg und Paris war sie Korrespondentin in London und lebte als freie Journalistin in Indien. Heute arbeitet sie u.a. als Journalistin und Kulturredakteurin bei Arte. 2024 erschien ihr Sachbuch „Söhne großziehen als Feministin“, im April 2025 legte sie das Buch „Frauen und Revolution“ (beide Hanser) vor.
Eva von Redecker ist Philosophin und Autorin. Ihr jüngstes Buch „Bleibefreiheit“ (S. Fischer 2023), nimmt sich angesichts der ökologischen Krise des Freiheitsbegriffs an und schlägt vor, diesen in Zukunft vermehrt zeitlich anstatt räumlich zu verstehen. Sie schreibt für Die Zeit, The Guardian und das Philosophie Magazin und moderiert am Deutschen Schauspielhaus Hamburg die Gesprächsreihe „Maschinenraum der Zukunft“.
Christoph Bungartz, geboren 1960 am Niederrhein, Studium der Germanistik und Philosophie in Bonn und Madison, Wisconsin. 1988 als Volontär zum NDR nach Hamburg gekommen. Von 1995 bis Frühjahr 2026 Redakteur und Leiter verschiedener Abteilungen für Kultur, Wissenschaft und Musik beim Fernsehen und Hörfunk des NDR.
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