Ukraine & Beyond - Ohr zur Welt: Tamara Lukasheva & Laura Marti

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Die ukrainischen Sängerinnen Laura Marti und Tamara Lukasheva haben beide die ukrainische Grenze überquert und leben heute in Deutschland. Im KörberForum sind die befreundeten Musikerinnen nun erstmals gemeinsam zu erleben.

Die in Odessa geborene Jazzsängerin Tamara Lukasheva kam 2010 aus der Ukraine nach Köln und zählt heute als außergewöhnlich variable und ideenreiche Musikerin zu den wichtigen Innovatorinnen der Jazz-Musik-Szene. Mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, hat sie schnell Fuß in der deutschen Jazzszene gefasst und tritt in diversen Formationen, u.a. mit dem Bundesjazzorchester, mit der WDR Big Band, mit Matthias Schriefl und mit ihrem eigenen Quartett auf.

Die ukrainische Sängerin und Songwriterin Laura Marti überquerte vor wenigen Wochen aufgrund des Krieges die ukrainische Grenze und lebt seitdem in Köln. Grenzen in der Musik gibt es für sie jedoch nicht, sie verbindet diverse Musikrichtungen, von Jazz-, Ethno-, Rock zu Popmusik. Sie singt in sechs Sprachen und veröffentlichte zahlreiche Alben. Für ihre einzigartige Stimme wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem ELLE Style Awards, und ist regelmäßig auf europäischen Festivals zu erleben.

Beide Künstlerinnen verbindet eine tiefe Freundschaft und die Begeisterung für den Jazz – dessen Herz schon immer für die Freiheit schlägt und aktuell mehr denn für die Überwindung von musikalischen und geografischen Grenzen steht - und treffen sich erstmals gemeinsam zu einem Konzert im KörberForum. Begleitet werden die beiden Sängerinnen von dem in Odessa geborenen Saxophonisten Andrej Prozorov.

Es moderiert Bahar Roshanai, Körber-Stiftung

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Kehrwieder 12
20457 Hamburg

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Gäste

Die Sängerin, Komponistin und Musikerin Tamara Lukasheva wurde 1988 in der Ukraine geboren. Sie studierte klassisches Klavier und Jazzgesang am Konservatorium in ihrer Heimatstadt Odessa und an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, wo sie bis heute lebt. Direkt nach Ihrer Ankunft in Deutschland gründete sie 2010 ihr eigenes Jazzquartett mit dem sie den Jungen Deutschen Jazzpreis und später den Neuen Deutschen Jazzpreis gewann. Dem deutschen Publikum wurde sie außerdem als Sängerin des Bundesjazzorchesters und durch Kooperationen mit der WDR Big Band und dem Matthias Schriefl Trio bekannt, mit welchem sie auch auf einer Tournee durch Zentralamerika zu sehen war. Weitere Stationen führten sie zum Odessa Philharmonic Orchestra, und zu diversen Auftritten auf Festivals in Kasachstan, Österreich und Moldawien. Als »außergewöhnlich variable und ideenreiche Musikerin« erhielt sie 2018 das Horst-und-Gretl-Will-Stipendium und den Kölner Jazz Preis, sowie 2021 den WDR Jazz Preis für Komposition. Neben ihren künstlerischen Engagements ist sie Dozentin für Jazzgesang am Institut für Musik in Osnabrück und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Laura Ashotivna Martirosyan, bekannt als Laura Marti, wurde in der Ukraine geboren, hat armenische Wurzeln und ein – wie sie betont – brasilianisches Herz. So facettenreich wie sie selbst, ist auch ihr musikalisches Schaffen. Als Sängerin, Komponistin und Songwriterin begeistert sie sich für Jazz-, Ethno-, Rock- und Popmusik. Für ihre einzigartige Stimme wurde sie 2017 auf den ELLE Style Awards als Sängerin des Jahres ausgezeichnet und schnell über die Grenzen Ukraines hinaus bekannt. Sie singt in sechs Sprachen, veröffentlichte fünf eigene Alben und arbeitete mit international bekannten Musiker:innen wie Bobby McFerrin, Hans Peter Salentin, Magnus Öström und Lars Danielsson zusammen. Regelmäßig ist sie auf europäischen Musikfestivals zu sehen.

Andrej Prozorov studierte in seiner Heimatstadt Odessa am staatlichen Konservatorium klassisches Saxophon, bevor er anschließend nach Wien zog, um dort an der Musikuniversität sein Studium mit einer Jazzausbildung abzuschließen. Danach arbeitete er viele Jahre mit dem inzwischen verstorbenen legendären Jazzmusiker Joe Zawinul zusammen und wurde Mitglied in dessen Band „The Zawinul Syndicate“. Darüber hinaus war er bei weiteren Auftritten gemeinsam mit bekannten Jazzmusiker:innen wie Alegre Corrêa, Wolfgang Puschnig und Karl Ritter zu erleben. 2015 gründete er mit der Sängerin Christina Scherrer die Band Schrerrer & Prozorov, mit welcher er 2016 beim Stuttgarter Troubadour Chanson & Liedwettbewerb den zweiten Platz gewann.

Bahar Roshanai, 1981 in Teheran geboren, studierte Musik (Klavier und Gesang) an der Hochschule für Künste in Bremen. Ihre ersten beruflichen Stationen waren u.a. an der Glocke Bremen im Projekt »Musik im Ohr«, beim Festival »Hamburger Klangwerktage« als Projektkoordinatorin und an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in Projekten des »KLANG! Instituts«. 2011 gründete sie die Klavierschule für Erwachsene »Pianovi« und war parallel als freie Mitarbeiterin in Musikvermittlungsprojekten an der Elbphilharmonie und an der Staatsoper Hamburg tätig. Zudem engagierte sie sich als Vorstandsmitglied im Deutschen Tonkünstler Verband (DTKV) in Hamburg und war Gast-Dozentin für Klaviermethodik am Zand-Institut in Teheran.
2018-2019 übernahm sie die künstlerische Leitung der klassischen Konzertformate an der »Halle 424« im Oberhafen.
Seit Februar 2019 ist sie als Programm-Managerin im Bereich Kultur bei der Körber-Stiftung für Musik und Musikvermittlungsprojekte zuständig und seit Januar 2021 Jurymitglied der Hamburger Kulturbehörde (Sprech-, Musiktheater & Performance).