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Mehr Militär oder mehr Diplomatie?

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Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine wird die Rolle des Militärs hierzulande neu bewertet. Die Journalistin Anna Engelke diskutiert mit dem ehemaligen Botschafter Rüdiger Lüdeking und der Friedensforscherin Ursula Schröder, wie die zunehmende Bedeutung des Militärs unsere Außenpolitik verändert.

Restplätze ab 19. Apr 2024 9:00 Uhr
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In der aktuellen sicherheitspolitischen Lage kommt dem Militär eine besondere Bedeutung zu. Bundeskanzler Scholz beschrieb die Bundeswehr als zentralen Garanten für Sicherheit und Frieden und setzte mit der sogenannten Zeitenwende mehr Geld für die Verteidigung frei.

Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung (46 Prozent) stimmt den erhöhten Ausgaben für Verteidigung zu, ein Viertel der Bevölkerung hält sie noch immer für zu niedrig. Künftig sollen 2 Prozent des Bruttoinlandproduktes in die Landesverteidigung investiert werden.

Diese Entwicklung ist neu für die bundesdeutsche Außenpolitik, die traditionell vor einer offenen Diskussion über Waffenlieferungen, Auslandseinsätze und Bündnisverteidigung zurückschreckt. Wie also verändert die zunehmende Bedeutung des Militärs die deutsche Außenpolitik? Und welche Rolle spielt die neue deutsche Verteidigungspolitik für die internationale Zusammenarbeit, Bündnisse und Diplomatie?  

Das Gespräch mit dem ehemaligen Botschafter Rüdiger Lüdeking und der Friedensforscherin Ursula Schröder moderiert die Journalistin Anna Engelke.

  • Rüdiger Lüdeking war von 1980 bis 2018 im Auswärtigen Dienst. Dort hat er u.a. als stellvertretender Beauftragter der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle, als Ständiger Vertreter Deutschlands bei dem Büro der Vereinten Nationen und bei den anderen internationalen Organisationen und als Ständiger Vertreter Deutschlands bei der OSZE in Wien zu sicherheitspolitischen Fragen gearbeitet.

  • Ursula Schröder ist Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik sowie Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg. Zuvor war sie Professorin für internationale Sicherheitspolitik an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschung konzentriert sich auf den Wandel von Friedens- und Sicherheitsordnungen in einer Welt multipler Krisen.

  • Anna Engelke kümmert sich beim NDR um das Thema Sicherheitspolitik. Sie ist der Host des Podcast „Streitkräfte und Strategien“ – dem aktuell meistgehörten Podcast des NDR. Für ihren Sender hat sie viele Jahre als Korrespondentin aus Bonn, Berlin und Washington, D.C. berichtet. Von März 2017 bis März 2022 war sie die Sprecherin des Bundespräsidenten.

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