
Liebe als politische Kraft
Ohnmacht ist zum Grundgefühl unserer Zeit geworden. Immer mehr Menschen ziehen sich ins Private zurück, weil eine Rhetorik des Hasses den politischen Diskurs gekapert hat. Der Journalist Christoph Bungartz spricht mit dem Schriftsteller Daniel Schreiber und der Literatin Peggy Mädler über die Idee der Liebe als politische Kraft.
Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln.
Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag?
In seinem neuen Buch „Liebe! Ein Aufruf“ zeigt der Publizist Daniel Schreiber einen radikalen Weg auf: Die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er, dass diese Vorstellung die größten politischen Revolutionen angestoßen hat.
Peggy Mädler entfaltet in ihrem Roman „Selbstregulierung des Herzens“ ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Während die einen versuchen, ihren Staat von innen zu reformieren, fliehen andere desillusioniert in den Westen.
Ein Roman über das Ringen um Nähe und Liebe, um Loyalität und Freundschaft im Schatten staatlicher Kontrolle.
Daniel Schreiber und Peggy Mädler im Gespräch mit dem Journalisten Christoph Bungartz über die Idee der Liebe als politische Kraft.
In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg.
Peggy Mädler hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur:innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman „Legende vom Glück des Menschen“, für „Wohin wir gehen“ (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis, zuletzt erschien „Selbstregulierung des Herzens“ (Galiani, 2025).
Daniel Schreiber ist Schriftsteller und Journalist. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher „Nüchtern“ (2014), „Zuhause“ (2017), „Allein“ (2021) und „Die Zeit der Verluste“ (2023, alle Hanser Berlin) standen teils monatelang auf der Spiegel-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste. Zuletzt erschien „Liebe! Ein Aufruf“ (Hanser Berlin, 2025).
Christoph Bungartz, geboren 1960 am Niederrhein, Studium der Germanistik und Philosophie in Bonn und Madison, Wisconsin. 1988 als Volontär zum NDR nach Hamburg gekommen. Von 1995 bis Frühjahr 2026 Redakteur und Leiter verschiedener Abteilungen für Kultur, Wissenschaft und Musik beim Fernsehen und Hörfunk des NDR.
Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38
22087 Hamburg
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