Kristina Schröder
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Haltung zeigen oder neutral bleiben?

In Zeiten zunehmender Angriffe auf die Zivilgesellschaft stellen sich auch Stiftungen die Frage: Dürfen sie politisch Position beziehen oder müssen sie weiterhin neutral bleiben? Der Journalist Alexander Marguier diskutiert mit Aktivist Michael Fritz, Stiftungsvorständin Annette Heuser und Kristina Schröder von der Denkfabrik R21.

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Angesichts wachsender Polarisierung, der Verschärfung gesellschaftlicher Konfliktlinien und politischer Angriffe auf zivilgesellschaftliche Akteure steht das Wirken von Stiftungen verstärkt im öffentlichen Fokus.

Spätestens seit der Kleinen Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur „politischen Neutralität staatlich geförderter Organisationen“ ist eine breite Debatte entbrannt: Dürfen Stiftungen (und NGOs) gesellschaftspolitisch Position beziehen – oder geraten sie damit in den Verdacht parteipolitischer Parteinahme?

Zugleich wächst in Teilen von Politik und Medien ein Anti-NGO-Narrativ, das zivilgesellschaftliches Engagement als „Demokratierettung mit politischer Schlagseite“ kritisiert. Damit geraten Organisationen, die sich für Demokratie, Vielfalt oder Teilhabe einsetzen, zunehmend unter Rechtfertigungsdruck.

Welche Rolle spielen Stiftungen in einer demokratischen Gesellschaft? Wie politisch können oder sollten Stiftungen als zivilgesellschaftliche Akteure in unserer Demokratie sein? Und wo liegen die Grenzen der Unabhängigkeit und parteipolitischen Neutralität?

Der Journalist Alexander Marguier diskutiert mit dem Aktivisten Michael Fritz, der Stiftungsvorständin Annette Heuser und Kristina Schröder von der Denkfabrik R21.

  • Michael Fritz ist Konzeptions-Aktivist und Mitbegründer des internationalen Netzwerkes Viva con Agua, das er 2006 zusammen mit Freunden ins Leben rief. Viva con Agua vertritt als erste Organisation im Bereich gesellschaftlicher Wandel das All Profit-Prinzip: Die Aktionen rund um die Vision „Wasser für alle – alle für Wasser“ kommen allen Beteiligten zugute. Dank dieser Arbeit haben sich bis dato die Lebensbedingungen von mehr als 3 Millionen Menschen weltweit nachhaltig verbessert.

  • Annette Heuser ist Mitglied des Vorstandes der Beisheim Stiftung mit Sitz in München und seit 2023 Vorsitzende des Vorstands des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Vor ihrer Tätigkeit für die Beisheim Stiftung war Annette Heuser 20 Jahre sowohl für die Bertelsmann Stiftung als auch das Unternehmen Bertelsmann tätig. Sie hat Politikwissenschaften, Jura und Soziologie an der Universität Mainz studiert.

  • Kristina Schröder, Jahrgang 1977, war von 2002 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 2009 bis 2013 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Heute ist sie als Unternehmensberaterin und Publizistin tätig. Sie ist Gründerin und stellvertretende Vorsitzende von Republik21, eine Denkfabrik für neue bürgerliche Politik. Kristina Schröder lebt mit ihrem Mann und drei Töchter in Wiesbaden.

  • Alexander Marguier, Jahrgang 1969, ist Chefredakteur des politischen Monatsmagazins Cicero. Zuvor war der studierte Volkswirt lange Jahre Ressortleiter bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Gemeinsam mit dem Unternehmer Dirk Notheis ist Marguier auch Gesellschafter des Res Publica Verlags in Berlin, der neben Cicero das Kunstmagazin Monopol herausgibt.

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