Foto: Felix Broede

„Frauen, die kein Alter kennen“

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Nach dem Rentenbeginn erobert sich Wera Bunge gleich mehrere neue Karrieren. Brigitte Fahlisch gründet mit 60 ihr eigenes Ingenieurbüro. Die Autorin Nicole Andries hat beide für ihr neues Buch befragt. Wir sprechen mit den drei Frauen über Neuanfänge, Selbstverwirklichung und Risikobereitschaft.

Anmeldung ab 14. Feb 2023 9:00 Uhr

Wera Bunge, 77, konnte mit dem Ruhestand nichts anfangen. Sie zog nach Berlin, wurde Gastgeberin einer Szenebar, servierte Cocktails und brachte Menschen zusammen. Es ist ihre Reibeisenstimme, die ihr eine neue Karriere als Sprecherin bei Film und Hörfunk bescherte. Brigitte Fahlisch, heute 72 Jahre alt, nutzte berufliche Brüche zur Weiterbildung, übernahm neue Aufgaben und wurde mit 60 ihre eigene Chefin. Beide Frauen wollten es noch einmal wissen und wagten im Rentenalter einen Neuanfang.

Für ihr Buch „Wir wollen es nochmal wissen“ hat die Autorin Nicole Andries prominente wie unbekannte Frauen porträtiert, die in der Lebensphase 65plus neue Berufsfelder erkundeten und Existenzen gründeten. Das Gespräch über Lebensfreude und die Chancen des Alters moderiert Jana Lunz, Körber-Stiftung

KörberHaus
Holzhude 1
21029 Hamburg

koerberhaus.de

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Der Eintritt ist kostenlos, wenn nicht anders angegeben. Alle Veranstaltungsräume öffnen eine halbe Stunde vor Beginn. Das Platzkontingent schließt Stehplätze mit ein. Bitte beachten Sie den jeweiligen Veranstaltungsort.

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Gäste

Nicole Andries studierte Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Germanistik in Berlin, Paris und Pisa. Als freie Autorin, Kultur-und Medienschaffende ist sie u.a. für die ZEIT, die taz, Chrismon und RBB Kulturradio tätig. In ihrem Buch „Wir wollen es nochmal wissen! Frauen, die kein Alter kennen“ (2019 erschienen, Neuauflage 2021) porträtiert sie Frauen, die mit 65+ noch einmal beruflich neu durchstarten.

Die ehemalige Tänzerin Wera Bunge war Mitorganisatorin des deutsch-französischen Theaterfestivals „Perspectives“ in Saarbrücken, wechselte 1995 ans Saarländische Staatstheater und war dort 15 Jahre Assistentin des Generalmusikdirektors und Operndirektors. Als Rentnerin wagte sie einen kompletten Neustart, zog 2009 nach Berlin und tauchte zunächst als Gastgeberin von Szene-Bars ins Kreuzberger Nachtleben ein. Heute arbeitet sie als Darstellerin für Bühne und TV sowie als Sprecherin für Kunst- und Dokumentarfilme, Lesungen und Synchron-Arbeiten.

Die Bauingenieurin Brigitte Fahlisch diplomierte 1973 an der Hochschule für Bauwesen in Leipzig und war als Bauleiterin in der DDR im Wohnungsbau wie auch auf der Großbaustelle für den „Palast der Republik“ tätig. Nach der Wende bildete sich die Berlinerin zur Sachverständigen für Bautenschutz und Bausanierung weiter und machte sich 2011, inzwischen 61 Jahre alt, mit einem eigenen Ingenieurbüro selbstständig. Sie ist Mitglied in der „Gründerinnenzentrale“ und Netzwerkpartnerin im Aktionsbündnis „Mehr Mädchen in MINT“.

Jana Lunz studierte Ethnographie und Geschichte in Berlin und Wien mit den Schwerpunkten auf Metropolenforschung und europäische Kultur- und Sozialgeschichte. Nach dem Berufseinstieg als Journalistin war sie im kulturellen und wissenschaftlichen Projektmanagement sowie als Pressereferentin tätig. 2000 übernahm sie in Hamburg die Programmleitung des Architektur Centrums und die Geschäftsführung des Fördervereins für Baukultur. Seit 2018 verantwortet sie im Bereich Alter und Demografie der Körber-Stiftung den Zugabe-Preis für soziale Gründer:innen 60plus.