
Forscher fragen: Planetare Grenzen
Wir verbrauchen jährlich mehr Ressourcen, als die Erde kompensieren kann. Der Earth Overshoot Day zeigt, wann die planetaren Grenzen erreicht sind – in Deutschland voraussichtlich am 10. Mai. Wie müssen Politik und Wirtschaft reagieren? Johannes Büchs spricht mit der Nachhaltigkeitsforscherin Frauke Wiese über Wege aus der Übernutzung.
Seit Jahrzehnten steigt der weltweite Verbrauch von Energie, Rohstoffen und Fläche kontinuierlich an. Wälder schrumpfen, Böden verlieren ihre Fruchtbarkeit, Arten verschwinden in rasantem Tempo und das Klima gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht.
Am Earth Overshoot Day wird jedes Jahr sichtbar, ab welchem Zeitpunkt die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbraucht hat, als die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. Für Deutschland fällt dieser Tag besonders früh im Jahr – ein deutliches Zeichen dafür, dass unser Lebens- und Wirtschaftsmodell die planetaren Grenzen überschreitet.
Forschende warnen seit Langem vor den Folgen dieser Übernutzung. Ihre Analysen zeigen: Mehrere planetare Belastungsgrenzen sind bereits überschritten oder stehen kurz davor. Die Konsequenzen betreffen nicht nur Ökosysteme, sondern auch soziale Stabilität, globale Gerechtigkeit und zukünftige Wohlstandsmodelle. Gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass technologische Lösungen allein nicht ausreichen werden, um die Krise zu bewältigen.
Was bedeuten planetare Grenzen konkret für Politik, Wirtschaft und unseren Alltag? Wie viel ist genug – und wie kann Suffizienz, also ein gutes Leben mit geringerem Ressourcenverbrauch, Teil der Lösung sein?
Anlässlich des Earth Overshoot Day 2026 und des Country Overshoot Day 2026 für Deutschland spricht Johannes Büchs mit der Nachhaltigkeitsforscherin Frauke Wiese über Ursachen und Folgen der Übernutzung unseres Planeten und über Wege zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Gesellschaft.
Veranstaltung auch in deutscher Gebärdensprache
Anmeldung für Gehörlose erforderlich unter veranstaltungen@koerber-stiftung.de.
Frauke Wiese ist Juniorprofessorin im Bereich „Transformation von Energiesystemen” an der Europa-Universität Flensburg. Sie hat Wirtschaftsingenieurwesen mit Fokus auf Energiewende studiert, zur Modellierung von Energiesystemen promoviert und leitet seit fünf Jahren eine interdisziplinäre Forschungsgruppe zum Thema Energiesuffizienz.
Johannes Büchs ist Journalist, Moderator und Medientrainer. Büchs studierte an der Universität des Saarlandes Informationswissenschaft, neuere deutsche Sprachwissenschaft und Wirtschaftsinformatik. Er moderiert verschiedene Sendungen für ARD und KIKA, Veranstaltungen im Wissenschaftskontext und bietet Medientrainings beispielsweise für angehende Journalisten an.
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