Mutmaßliches Drogenboot im Pazifik
Foto: SecWar/X

Der große Rausch

Der War on Drugs der USA ist kein neues Thema der Trump-Regierung, sondern wurde 1971 schon einmal ausgerufen – mit weltweiten Folgen. Die Historikerin Helena Barop erklärt im Gespräch mit der Journalistin Liz Remter, warum Drogenverbote und militärische Interventionen noch nie erfolgreich waren. Doch wie geht man mit Drogen adäquat um?

Anmeldung ab 20. Apr 2026 9:00 Uhr
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Die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland ist fast zwei Jahre alt und bleibt umstritten. Gleichzeitig setzt die US-amerikanische Regierung ihren War on Drugs immer drastischer fort. Der Blick in die Geschichte der Drogen und ihrer Politik zeigt, dass sie erst ab dem 19. Jahrhundert problematisiert wurden.

Im 20. Jahrhundert wurden sie dann in den USA mit Verboten belegt, die in vielen Ländern übernommen wurden. Doch was bringen Drogenverbote? Nicht viel, sagt Helena Barop, die sich in ihrer mit dem Deutschen Studienpreis ausgezeichneten Promotion mit der Geschichte der US-Drogenpolitik beschäftigt hat.

Die Historikerin zeigt in ihrem 2023 veröffentlichten Buch „Der große Rausch“, wie dem Drogenproblem der Krieg erklärt und zum Exportprodukt der US-amerikanischen Regierung gemacht wurde. Doch wie könnte ein adäquater Umgang mit Drogen aussehen und was wäre eine sinnvolle Alternative zur Illegalisierung?

Die Historikerin und Autorin Helena Barop gibt in einer Livefolge unseres Podcast „Listen to Wissen“ eine historische Einordnung des Themas und stellt Bezüge zu aktuellen Entwicklungen der Drogenpolitik her.

Es moderiert die Journalistin Liz Remter.

  • Helena Barop, geboren 1986, studierte Geschichte und Philosophie und lebt als freie Autorin in Freiburg. Ihre Doktorarbeit „Mohnblumenkriege. Die globale Drogenpolitik der USA, 1950-1979“ wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung. Mit „Der große Rausch“ erschien 2023 ihr erstes Sachbuch, im April 2026 folgte „Mythen, Macht & Muttermund“.

  • Liz Remter ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. Nach einer Gesangsausbildung studierte sie Systematische Musikwissenschaft. Darauf aufbauend arbeitet sie seit mehreren Jahren als Radiomoderatorin und Journalistin. In ihren Audioformaten widmet sie sich intensiv Kunst, Musik und Kultur und verbindet dabei fachliche Expertise mit einer zugänglichen Erzählweise.

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