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Autoritäre Zeiten: Die Macht der Wähler

Warum wenden sich immer mehr Menschen autoritären Parteien zu? Als Reaktion auf soziale Ungleichheit oder als Ausdruck kultureller Entfremdung? Die Publizistin Shila Behjat bespricht mit Politikwissenschaftler Philipp Manow, welche Erfahrungen und Erwartungen die politischen Entscheidungen der Wählerinnen und Wähler heutzutage prägen.

Anmeldung ab 4. Mrz 2026 9:00 Uhr

Warum wächst in Demokratien die Sehnsucht nach autoritärer Führung? Der Politikwissenschaftler Philipp Manow analysiert die politischen Ökonomien des Autoritarismus: Sind autoritäre Bewegungen vor allem eine Reaktion auf soziale Ungleichheit oder eher Ausdruck kultureller Entfremdung und von Identitätskonflikten?

Im Gespräch mit der Publizistin Shila Behjat geht es um die Verbindung von Verteilungskämpfen und kulturellen Spaltungen, um die Folgen von Globalisierung, Migration und politischer Entfremdung – und darum, weshalb westliche Demokratien diesen Spannungen so schlecht standhalten. Zugleich richtet sich der Blick auf die Wählerinnen und Wähler selbst: Welche Erfahrungen, Erwartungen und Kränkungen prägen ihre politischen Entscheidungen?

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Autoritäre Zeiten“ und lädt dazu ein, jenseits moralischer Empörung über die Ursachen autoritärer Versuchungen nachzudenken und zu fragen, was Demokratie heute zusammenhält.

  • Philip Manow ist Politikwissenschaftler an der Universität Siegen. Zuvor lehrte er in Konstanz, Heidelberg und Bremen und leitete eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Seit 2018 Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, publiziert er zu politischer Ökonomie, Demokratie und Populismus; zuletzt erschien „Unter Beobachtung“ (Suhrkamp 2024).

  • Shila Behjat wurde 1982 geboren. Nach ihrem Jurastudium in Hamburg und Paris war sie Korrespondentin in London und lebte als freie Journalistin in Indien. Heute arbeitet sie u.a. als Journalistin und Kulturredakteurin bei Arte. 2024 erschien ihr Sachbuch „Söhne großziehen als Feministin“, im April 2025 legte sie das Buch „Frauen und Revolution“ (beide Hanser) vor.

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