Veranstaltungen
2026
Tage des Exils Frankfurt: Auftakt mit der Rede zum Exil von Irina Scherbakowa
Trotz Kriminalisierung der 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Nichtregierungsorganisation MEMORIAL durch die russische Justiz setzt sich deren Gründungsmitglied Irina Scherbakowa auch im deutschen Exil gegen staatlich gelenktes Vergessen ein. In diesem Jahr übernimmt sie die Schirmherrschaft der Tage des Exils Frankfurt.
Lyrik mit Tiefgang. Eine Spurensuche mit Volha Hapeyeva
In den unterirdischen Magazinen der Deutschen Nationalbibliothek geht es mit der belarussischen Dichterin Volha Hapeyeva und Sylvia Asmus, Direktorin des Deutschen Exilarchivs 1933–1945, auf die Suche nach lyrischen Spuren von Exilantinnen und Exilanten.
Zwischen Fame und Verantwortung: Gynäkollege
Er bringt medizinisches Wissen dorthin, wo viele Menschen ohnehin sind: auf Social Media. Verständlich und auf Augenhöhe klärt Mertcan Usluer als Gynäkollege über Themen auf, die im Praxisalltag zu kurz kommen. Mit der Journalistin Maria Popov spricht er über eine Medizin, die nicht ausgrenzt, Missstände aufzeigt und Tabus offen benennt.
Wenn der Feed den Teller füllt
Durch Fitnesskult und Ernährungstrends wächst der Druck, den eigenen Körper zu optimieren – vor allem bei jungen Menschen. Mit Historikerin Nina Mackert, Autor Fikri Anıl Altıntaş und Start-Up-Gründerin Alina Emde spricht der Journalist Frank Seibert über Ernährung und Schönheitsideale im Wandel der Zeit und den Einfluss sozialer Medien.
Politik im Exil: Demokratie aus der Ferne
Menschen im Exil wissen sehr genau, was Pressefreiheit, freie Meinungsäußerung und Menschenrechte bedeuten. Wie fühlt es sich an, sich aus der Ferne für die Freiheit des eigenen Landes einzusetzen? Ein Themenabend in Kooperation mit dem Internationalen Literaturfestival Berlin gibt Einblick in politisches Engagement aus dem Exil heraus.
Geschichte als radikale Hoffnung
Wohin führt es uns, wenn wir die Lösungen für aktuelle Herausforderungen in der Geschichte suchen? Der Sozialphilosoph Roman Krznaric zieht unerwartete Anregungen aus den letzten tausend Jahren Menschheitsgeschichte. Über neue Sichtweisen und Wege zu radikaler Hoffnung für heutige Bedrohungen spricht er mit Katja Fausser, Körber-Stiftung.
Ohr zur Welt: Matria
Matria verbindet Jodeln, alpenländische Lieder und traditionelle Tanzmusik aus Süddeutschland mit der Volksmusik der ukrainischen Karpaten. Alphornklänge treffen auf Gesang aus der Ukraine, freie Improvisation auf alte musikalische Traditionen. So entsteht eine lebendige Musik zwischen zwei Ländern, die erzählt, verbindet und berührt.
Autoritäre Zeiten: Die Sehnsucht nach Ordnung
In Krisenzeiten wenden sich Menschen nicht selten autoritären Lösungen zu. Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler diskutiert im Zwiegespräch mit der Journalistin Shila Behjat, warum autoritäre Antworten auch heute wieder attraktiv sind, und ordnet aktuelle politische Entwicklungen in einen größeren historischen Zusammenhang ein.
Hitlers Erben. Der erste Rechtsruck nach 1945
Ende der 60er-Jahre protestieren Studierende in Europa gegen Autoritäten. Zeitgleich zieht die rechtsextreme NPD in mehrere westdeutsche Landtage ein. Nach der ARTE-Filmpremiere diskutieren Regisseurin Kim Schibilla und Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar, was uns der erste Rechtsruck nach 1945 über demokratische Resilienz lehrt.
Das Treppenhausorchester
Das Treppenhausorchester erobert das KörberHaus: Mit musikalischen Streifzügen durch Foyer und Etagen entsteht ein gemeinsames Klanggeschehen. Anschließend reagiert ein Streichquartett im Notfallkonzert auf kleine und große Alltagsnöte des Publikums – persönlich, überraschend und berührend.
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