
Foto: HY-photo Gernot Menzel
Bewerbung für das Stadtlabor 2027
Der demografische Wandel wird vor Ort in den Kommunen gestaltet. Die Gesellschaft wird immer älter und es braucht innovative Ideen und kreative Strategien, um Antworten auf die drängenden Fragen zu finden. Wir wollen Sie, die Verantwortlichen, dabei unterstützen.
Sie müssen nicht alles neu erfinden. Was in Ihrer Kommune ansteht, haben andere schon versucht, manches mit Erfolg, manches nicht. Im Stadtlabor treffen Sie diese Kolleginnen und Kollegen: dreimal im Jahr, an drei Orten, in einem Kreis von höchstens 20 Personen aus dem ganzen Bundesgebiet.
Dazu laden wir Sie, Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Gestaltende in den Kommunen, Städten und Landkreisen, zu unserer Projektreihe „Stadtlabor“ ein.
Das Bewerbungsformular für 2027 sowie die Termine der dreiteiligen Projektreihe finden Sie weiter unten auf dieser Seite!
Das Format
Das Stadtlabor ist Werkstatt und Feldversuch für die Stadt, die auch in einer alternden Gesellschaft funktioniert. Mehr als jede fünfte Person in Deutschland ist über 65, und wer heute in Rente geht, hat im Schnitt noch fast zwanzig Jahre vor sich. Das sind zwei, drei Jahrzehnte mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen: an Wohnen, Mobilität und Pflege genauso wie an Gelegenheiten, gebraucht zu werden. Was daraus folgt, entscheidet sich in den Kommunen.
Jede Werkstatt findet an einem anderen Ort statt. In einem kleinen Kreis sehen Sie, was andere Kommunen ausprobiert haben, arbeiten mit Fachleuten daran und nehmen mit, was zu Ihnen passt. Immer im Fokus: der Austausch mit engagierten Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet.
Die Reihe hat drei Teile. Sie beginnt mit einem Auftakttreffen im KörberHaus in Hamburg-Bergedorf. Die zweite Werkstatt führt für zwei Tage in eine Gastgeber-Kommune. Und den Ort der dritten Werkstatt entscheiden Sie!
Bewerben Sie sich jetzt für das Stadtlabor 2027!
Programm und Termine
Das Stadtlabor 2027 findet an folgenden Terminen statt:
Werkstatt 1:
10. bis 12. Februar
Beginn: 16:00 Uhr, Ende: 13:00
Ort: KörberHaus, Hamburg
Kollegialer Austauch, spannende Methoden und vertiefte Gespräche prägen die erste Werkstatt in Hamburg. Gemeinsam schauen wir auf aktuelle Herausforderungen und lernen pragmatische Ideen und Lösungen voneinander.
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Werkstatt 2:
28. bis 30. April
Beginn: 16:00, Ende: 13:00
Ort: Verden an der Aller
In Verden lernt die Gruppe eine Kommune kennen, die Gemeinwesenarbeit seit vielen Jahren praktiziert und daraus eine gewachsene, breit angelegte Strategie für Nachbarschaft und Beteiligung über Generationen hinweg entwickelt hat. Im zweiten Teil der Werkstatt wird daraus gemeinsame Arbeit – Verden bringt eine offene Frage mit, wie sich öffentliche Räume gezielt auf Hitzeperioden vorbereiten lassen, und die Gruppe entwickelt dazu kollegial erste Ansätze. Wer nach Verden kommt, bekommt damit beides: bewährte Praxis zum Mitnehmen und eine offene Aufgabe zum Mitdenken.
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Werkstatt 3:
Ende Juni/Juli
Ort: Die Kommune steht nach der ersten Werkstatt fest, die Gruppe wählt sie gemeinsam aus. Vielleicht bei Ihnen?
Teilnahme und Bewerbung
Das Programm ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Hotelkosten und einen Teil der Verpflegung vor Ort trägt die Körber-Stiftung. Wir erwarten eine verbindliche persönliche Teilnahme. Es werden maximal 20 Plätze vergeben. Das Stadtlabor richtet sich ausdrücklich an Angestellte in der Verwaltung, die sich in ihrer Kommune oder ihrem Kreis mit Themen des demografischen Wandels auseinander setzten.
Bewerbungsschluss ist der 04. Dezember 2026, Bescheid geben wir bis zum 11.12.2026. Wir achten auf eine gute und ausgewogene Mischung der Teilnehmenden. (u.a. Größe und Lage der Kommune, Positionen und Themenschwerpunkte der Bewerber)
Das Stadtlabor in Ihrer Kommune
Gastgeber zu sein ist freiwillig und keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Im dritten Teil der Werkstattreihe kehren wir das Programm um: Die Stadtlaborant:innen kommen zu Ihnen. Wer mag, stellt in der ersten Werkstatt seine Kommune und sein Thema in einem kurzen Pitch vor — ein eigenes Konzept zur Altersfreundlichkeit, einen Weg durch den Strukturwandel oder eine offene Frage, zu der Sie die Sicht der Gruppe suchen. Die Gruppe stimmt gemeinsam ab, welche Kommune besucht wird.
Die Körber-Stiftung organisiert gemeinsam mit Ihnen das Vor-Ort-Programm, holt die Fachleute dazu und übernimmt die Hotelbuchungen. Zwischen der Auswahl im Februar und dem Besuch im Sommer bleiben rund vier Monate; genug Zeit um mit Ihnen ein tolles Programm zu organisieren!
Beispiele
Stadtlabor in Ebersberg und Rosenheim (2025)
Zwei oberbayerische Gastgeber, ein gemeinsames Thema: Wie finanziert man soziale Daseinsvorsorge, wenn der Haushalt es nicht hergibt? Die Stadtlaborant:innen besuchten das Kompetenzzentrum für Barrierefreiheit in Grafing und lernten das Rosenheimer Modell kennen, das die Krankenkassen in die kommunale Daseinsvorsorge einbindet. Beide Kommunen zeigten, dass Beteiligung und Kreativität auch bei knappen Kassen weiterhelfen.
Stadtlabor in Muldestausee (2026)
Die Gemeinde in Sachsen-Anhalt wandelt sich vom Braunkohletagebau zur Seenlandschaft; demografischer Wandel ist dort Alltag. Bürgermeister Ferid Giebler zeigte, wie seine Gemeinde Projekte über Crowdfunding stemmt, für die klassische Förderwege zu langsam sind. Dazu kamen ein genossenschaftlich getragener Dorfladen, ein Jugendgemeinderat und eine Seniorenbeauftragte. Kein Beispiel aus dem Jahrgang 2026 haben die Teilnehmenden so oft als übertragbar beschrieben wie dieses.
Bei Fragen zum Stadtlabor und dem Bewerbungsprozess wenden Sie sich an:


Niklas Rathsmann
Demografische Zukunftschancen