In der Verwaltung die Themen Alter und Demografie gestalten – das haben die Teilnehmenden des Stadtlabor Online gemeinsam. Rund 10 mal im Jahr können sie im kleinen Kreis in den geschützten digitalen Austausch treten – und erhalten thematische und methodische Inputs aus der kommunalen Praxis, Wissenschaft und Politik. Ein Angebot für die Alumni unseres Programms Alter und Kommune.

Hintergrund

In unseren Städten und Gemeinden wird der demografische Wandel gestaltet. Dabei liegt viel Verantwortung bei den Entscheider:innen in der kommunalen Verwaltung. Sie müssen nicht alles neu erfinden, sondern können von Expert:innen und anderen Städten lernen. Das Stadtlabor Online ist unser exklusives und partizipatives Angebot für diejenigen, die bereits in den interkommunalen Austausch getreten sind: die Alumni der Projekte Stadtlabor demografische Zukunftschancen, Expedition Age & City und Körber Netzwerk demografiefeste Kommune.


Im Abstand von vier bis sechs Wochen treffen sich die Alumni in einer einstündigen digitalen Konferenz. Einem Expert:inneninput aus der Praxis, Wissenschaft oder Politik folgt der moderierte Austausch: kollegial und vertraulich. Es geht sowohl um aktuelle Themen – Corona, Digitalisierung, Hochaltrigkeit – als auch um innovative Methoden und gute Praxis in einer alternden Gesellschaft. Das Stadtlabor Online stärkt kollegiales Lernen, ist bedarfsorientiert und praxisnah. Gleichzeitig ist es ein Seismograph für lokale Herausforderungen und eine Plattform für Lösungen.

Bewerbung und Teilnahme nach Einladung.

Meldungen

Nicht erst seit der großen Flüchtlingsbewegung 2015 sind Personen in politischen Ämtern und Mitarbeiter staatlicher Einrichtungen Ziel von Hass und Hetze. Die vergangen Corona-Jahre haben jedoch noch einmal in verschärfter Form das Ausmaß der Anfeindungen aufgezeigt, mit denen Staatsvertreter umgehen müssen.

Angesichts der Herausforderungen einer alternden Gesellschaft, die Themen wie Demenz, Einsamkeit, Zunahme von Single-Haushalten, weniger familiären Pflegepotenzialen, Care-Migration oder der Ausdünnung sozialer Versorgungsnetzwerke im ländlichen Raum umfassen, plädiert Thomas Klie für eine neue Politik der Sorge und für neue sorgende Gemeinschaften.

Beim zwölften Stadtlabor Online dreht sich alles um die Themenwoche Eingeloggt! – eine Kooperation der Körber-Stiftung, der Hamburger Volkshochschule und den Bücherhallen Hamburg. Die Frage, die die Teilnehmenden des Stadtlabor Online beschäftigte, lautet: Wie können Kommunen das Interesse an digitaler Teilhabe Älterer unterstützen?

Im elften Stadtlabor Online berichtet Josef Martin von der Seniorengenossenschaft Riedlingen und vom Nutzen und auch der Wirtschaftlichkeit des solidarischen Genossenschaftsgedankens. Die Förderung von sogenannten sorgenden Gemeinschaften von und für Bürgerinnen und Bürger ist für ihn zentral bei der Überlegung, wie Kommunen dem demografischen Wandel begegnen können.

In postpandemischen Zeiten werden Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger zur Teilhabe neu aktivieren müssen. Es ist nicht zu erwarten, dass zum Beispiel ältere Menschen wie gehabt an den Angeboten von Begegnungsorten, Kultureinrichtungen oder dem Vereinsleben partizipieren werden. Das sieht der Soziologe Norbert Schneider voraus. Der Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) präsentierte im Stadtlabor Online aktuelle demografische Entwicklungen und Trends.

Mitten im zweiten Lockdown und mit der Aussicht auf die Gefahr einer dritten Corona-Welle wird klar: Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis Videokonferenzen wieder einer direkten Kommunikation weichen werden – und womöglich wird der digitale Austausch sogar zum »New Normal«, auch in öffentlichen Verwaltungen.

„Wir stehen am Anfang einer Entwicklung, die viel Potenzial hat und sich ständig weiterentwickelt und anpasst. Wir müssen sie alle gemeinsam gestalten“, sagte Jonathan Petzold, Körber-Stiftung, in seinem Vortrag beim Fachgespräch Ab ins Netz! Digitale Medien als Prävention gegen Einsamkeit im Alter auf Einladung der Nordkirche.

2021 beginnt, wie 2020 endet: Corona dominiert alles. Auch die Arbeit für und mit älteren Menschen vor Ort in Deutschland. Einerseits sind die kommunal Zuständigen mit konkreten Fragen wie der Umsetzung von Impfungen beschäftigt, andererseits ringen sie um grundsätzliche und essentielle Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe Älterer. Die Einsamkeit Hochaltriger ist und bleibt ein brennendes Thema. Die Kommunen arbeiten unter Hochdruck daran, digitale Möglichkeiten zu schaffen, die es Menschen ermöglichen, trotz physischer Distanz sozial eingebunden zu bleiben.

„Wie können Kommunen auch in Zukunft und bestmöglich innovative Angebote fördern?“ Die Teilnehmenden des Stadtlabor Online lernten zwei Methoden aus dem Design Thinking kennen, um einen Startpunkt für innovative Angebote in Kommunen festlegen zu können. Das Berliner Ideenlabor stellte die Methoden A day in a life of und Persona-Analyse vor.

Der Achte Altersbericht der Bundesregierung zum Thema „Ältere Menschen und Digitalisierung“ umfasst 160 Druckseiten. Altersexpertin Cordula Endter schafft es im Stadtlabor Online, relevante Inhalte für Kommunen in 25 Minuten prägnant aufzubereiten.

„Welche gegenwärtigen Entwicklungen und Trends beeinflussen zukünftig die Lebensqualität im Alter?“ Dieser Frage widmen sich die Teilnehmenden im fünften Stadtlabor Online – einem Digitalworkshop mit der STEEP-Trendanalyse des Berliner Ideenlabors.

Beim vierten Stadtlabor Online fand ein digitaler Austausch zwischen Projekten aus dem Hackathon #WirVsVirus und den Alumni aus dem Programm Alter und Kommune statt. Welche digitalen Lösungen sind während der Coronazeit entstanden, die insbesondere für Kommunen und ihre älteren Bürgerinnen und Bürger von Nutzen sein können?

Die Bedeutung digitaler Tools, Kompetenzen in der Corona-Pandemie sowie die Selbstbestimmung Älterer waren die Themen beim dritten Stadtlabor Online. Ursula Lehr, die die Gerontologie wesentlich mitgeprägt hat, sprach mit Alumni aus dem Programm »Alter und Kommune« der Körber-Stiftung.

Ältere Menschen seien nicht per se eine Risikogruppe. Karin Haist und Susanne Kutz, Körber-Stiftung, sehen die Generationen 60 plus nicht als ohnmächtig, sondern als Teil einer lebendigen Bürgergesellschaft. Insbesondere in der jetzigen Krisensituation sei ein differenzierter Blick auf das Alter nötig, um gute Lösungen zu finden.

Thema des zweiten Stadtlabors Online waren „Nachbarschaftshilfen“. Doris Rosenkranz, Professorin an der Technischen Hochschule Nürnberg, stellte ihre Forschungsergebnisse vor und diskutierte mit kommunalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus der Verwaltung.

In den Zeiten von Corona wächst die Hilfsbereitschaft. Das führt nicht selten auch zu Irritationen: Jeder will helfen, nur die Alten gehen nicht hin. Warum ältere Menschen oft keine Unterstützung annehmen, erklären Susanne Kutz und Karin Haist, Körber-Stiftung, in kommunal.de.

Andreas Hannig ist Leiter des Referats Altenhilfe der Stadt Kassel und war Teilnehmer des Stadtlabors der Körber-Stiftung in Senden 2019. Er warnt davor, dass derzeit gerade die in prekären Verhältnissen lebenden Älteren von den Angeboten der Altenhilfe immer schwerer erreicht werden können.

Kontaktsperren in Altersheimen, Vereinsamung der Älteren und ihre fehlende Digitalisierung – das sind Themen, die Demografieverantwortliche derzeit beschäftigen. Beim ersten »Stadtlabor Online« der Körber-Stiftung berieten kommunale Entscheiderinnen und Entscheider über die Auswirkungen der Pandemie auf ihr lokales Altersmanagement.