Wettbewerb: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Wie aus Freitag Freytag wurde. Die Auswanderung eines Deutschen im Jahre 1881 nach Australien

4. Preis
2003
Axenkopf, Maike, u. a. (4 Verf.)
Günter Heidt

Klasse 10; Gymnasium Saarburg

54439 Saarburg, Rheinland-Pfalz, Deutschland

#2003-0530

Der Beitrag behandelt die Lebensgeschichte des Auswanderers Bernhard Freitag, eines Ururgroßonkels einer der Verf., der als 18-Jähriger 1881 nach Australien ging, um dem preußischen Militärdienst zu entgehen. Den Ausgangspunkt des Beitrags bildet eine Familienlegende über die abenteuerliche und spontane Flucht des Protagonisten, der die Verf. durch eine genaue und kreative Recherche auf den Grund gehen. Eingeordnet in den zeitgeschichtlichen Kontext beschreiben die Verf. zunächst die Lebensumstände bis zur Auswanderung. Dabei verdeutlichen sie die komplexe Lage junger Männer und die widerstreitenden Überlegungen, die schließlich zu einer Ausreise in das ferne Australien führten - und entlarven auch die Familienlegende als solche. Sie schildern die lange Reise des Bernhard Freitag und geben darüber hinaus allgemeine Informationen über die beschwerlichen Wege der Auswanderer. In drei weiteren Kapiteln beschreiben die Verf. seine Ankunft und erfolgreiche Integration in der neuen Heimat - zunächst als Goldsucher, dann als erfolgreicher Handwerker - und das weitere berufliche und private Leben bis zu seinem Tod 1962. Auch auf das weitere Leben der Familie Freytag bis in die Gegenwart gehen die Verf. ein. Mit Hilfe deutscher und australischer Verwandter und einer umfassenden Internetrecherche gelingt es den Verf., ein lebendiges und facettenreiches Bild eines Auswandererschicksals zu zeichnen und dieses mit dem zeitgeschichtlichen Hintergrund zu verknüpfen.

Literaturverzeichnis

103 S., ill. mit Fotos, Karten, Abb. und Grafiken, Anhang: Briefe, Stammbäume und Dokumentenkopien

Quellen

Familienerzählungen, Bestände aus privatem Besitz, Bestände des Stadtarchivs Hildesheim, Sekundärliteratur, Internet