Wettbewerb: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Weggegangen - Angekommen. Migration in unserer Familie oder "Von der Maas bis an die Memel ist überhaupt kein Ausdruck!"
Klasse 07 und 10/11; Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium
51469 Bergisch Gladbach, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2003-1283
Der Beitrag der beiden Geschwister über die Migrationsgeschichte ihrer Familie geht von der Erkenntnis aus, dass die meisten Familien auf mehr oder weniger entfernte Migrationsbewegungen zurückgehen. In ihrer eigenen Familiengeschichte stießen die Verf. auf drei Migrationsbewegungen, denen sie in ihrer Untersuchung im Einzelnen nachgehen: hugenottische Einwanderung, Auswanderung in die USA und Vertreibung aus Schlesien. Die Grundlage des Beitrags bildet eine umfangreiche Recherche in der Familie, in Archiven und Bibliotheken. Die Verf. schildern im ersten Teil die historischen Hintergründe der Auswanderung der Hugenotten aus Frankreich und rekonstruieren dann anhand von Familienerzählungen und allgemeiner Literatur die Geschichte eines hugenottischen Vorfahren, der aus Nordfrankreich in die Grafschaft Mark auf der südlichen Seite der Lippe kam. Der zweite Teil des Beitrags beschäftigt sich mit der Amerikaauswanderung in der Familie der Verf. im 19. Jahrhundert. Vor allem anhand einer überlieferten Familienchronik beschreiben die Verf. Gründe für die Auswanderung, den Verlauf der Reise sowie die Zukunftsperspektiven ihrer Verwandten in der neuen Heimat. Im dritten Teil, der aufgrund der Quellenlage der ausführlichste ist, schildern die Verf. die Vertreibung der Großeltern aus Schlesien infolge des Zweiten Weltkriegs. Sie gehen auf die Vorgeschichte der Vertreibung, den Verlauf und das Ankommen in Martfeld in Niedersachsen ein und ordnen dabei die subjektiven Erfahrungen in den gesamthistorischen Kontext ein. Insgesamt deuten die Verf. Migration als Chance, gesellschaftlich festgelegte Rollen zu verlassen und neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Die Erstellung einer ergänzenden Multimedia-CD nutzen die Verf. als Möglichkeit, neben dem Text und dem Bildmaterial auch Ton- und Videodokumente zu präsentieren.
Literaturverzeichnis
CD-ROM, Anlage: Textfassung der Präsentation, Bedienungsanleitung der CD-ROM
Quellen
Zeitzeugeninterviews, Familienerzählungen, Bestände aus privatem Besitz, Historisches Museum Bremerhaven, Ton- und Filmdokumente, Sekundärliteratur, Internet