Wettbewerb: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Unser Haus - unsere Stadt - unsere Heimat
Gimnazjum Nr. 7, Gymnasium
Gorzów Wlkp. (landsberg/Warthe), Ausland, POLEN
#2003-0361
Die Verf. untersuchen die wechselhafte Geschichte ihres Elternhauses und deren Bewohner in Gorzów Wlkp (Landsberg/Warthe). Das Haus war bis 1945 von einer deutschen Familie bewohnt, die ebenso wie die Vorfahren der heutigen polnischen Bewohner im Zuge der Wohnortanordnungen und Gebietsverschiebungen durch das Potsdamer Abkommen ihre Heimat verlassen mussten. Beide Familien stammten ursprünglich aus dem Posener Gebiet und verließen ihre Heimat: Die deutsche Familie ging nach Landsberg, die polnische nach Weißrussland. Der Urgroßvater der Verf. kam 1945 nach Landsberg zur Arbeit und wurde bei der deutschen Familie einquartiert. Diese musste im Juli 1945 Polen verlassen. Durch die Westverschiebung Polens musste auch der Urgroßvater seine Heimat verlassen, zog mit der Familie nach Gorzów und konnte das Haus 1947 erwerben. Das Haus birgt also mehrere Migrationsgeschichten, denen die Verf. nachgehen, indem sie ihre eigenen Verwandten und die letzte noch lebende deutsche Bewohnerin des Hauses befragen. Sie erzählen die Geschichte der Vertreibung der deutschen Familie sowie die Geschichte der Umsiedlung ihrer eigenen Vorfahren aus Weißrussland und dokumentieren darüber hinaus in einem Großband umfassend die Geschichte ihres Elternhauses mit zahlreichen Fotos, Dokumentenkopien (z. B. Pachtvertrag, polnischer Kaufvertrag), Postkarten der Stadt früher und heute und Briefwechseln.
Literaturverzeichnis
1. 10 S., ms., DVD mit Aufnahmen des Hauses, CD-ROM, 6. Großband mit Texten, Fotos, Postkarten, Karten, Dokumentenkopien und Briefen
Quellen
Zeitzeugeninterviews, Familienerzählungen, Bestände aus privatem Besitz, Sekundärliteratur