Wettbewerb: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Endstation Niederrhein. Wie die Pfälzer Siedlungen entstanden

4. Preis
2003
Brahms, Christian / Daniels, Sebastian / Löpert, Christin
Herbert Krahnen

Klasse 08; St. Nikolaus Hauptschule

47546 Kalkar, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2003-0513

Die Verf. setzen sich mit der Geschichte der Einwanderung aus der Pfalz in ihre Heimat auseinander und untersuchen unter migrationsspezifischen Gesichtspunkten die Entstehung der Orte Pfalzdorf, Louisendorf und Neulouisendorf im 18./19. Jahrhundert. Sie schildern zunächst die Lage der Pfälzer in ihrer Heimat und entwickeln daraus die unterschiedlichen, an Beispielen verdeutlichten Migrationsursachen. Vor allem religiöse und wirtschaftliche Gründe bewegten die Pfälzer zur Auswanderung. Die Verf. beschreiben die Wanderungswege und ausführlich den Prozess der Ansiedlung und die Entstehung der drei Dörfer. Die Darstellung wird durch Fotos, Karten und Pläne veranschaulicht. Die Verf. thematisieren auch die Fremdheitserfahrungen der Neubürger und benennen damit die Gründe dafür, dass die Pfälzer lange Zeit unter sich blieben. Sie schildern abschließend den Weg von der Isolation der Pfälzer am Niederrhein zur Integration und interpretieren die Migrationsgeschichte der drei Dörfer im Spannungsfeld von Integration und Traditionserhalt. Der Beitrag basiert im Wesentlichen auf ausgewählter Sekundärliteratur sowie Texten, Plänen und vor allem Fotos aus dem Stadtarchiv Kalkar. Die Verf. befragten überdies einen Bewohner, der dem Pfälzer Heimatverein am Niederrhein vorsteht, über den Ablauf der Integration und über die Relikte des Pfälzertums heute.

Literaturverzeichnis

75 S., ms., ill. mit Fotos, Karten und Abb.

Quellen

Experteninformationen, Bestände des Stadtarchivs Kalkar, Zeitungsartikel, Sekundärliteratur