Wettbewerb: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Dreimal Heimat und zurück. Auswanderung, Wegzug, Vertreibung und Rückkehr meiner pfälzischen Vorfahren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

4. Preis
2003
Minden, Barbara
Dr. Meike Hensel-Grobe

Klasse 11; Rabanus-Maurus-Gymnasium

55118 Mainz, Rheinland-Pfalz, Deutschland

#2003-0338

Vor dem Hintergrund der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen seit Ende des 19. Jahrhunderts beschreibt die Verf. die Geschichte ihrer eigenen Familie. Diese wanderte zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Pfalz in die Provinz Posen aus, zog in der Folge des Ersten Weltkriegs nach Schlesien und wurde von dort in der Folge des Zweiten Weltkriegs vertrieben. Ihre Großmutter, die in Schlesien aufgewachsen ist, kehrte schließlich in die Pfalz, die Heimat ihrer Vorfahren, zurück. Im Mittelpunkt des Beitrags steht also das dreimalige Verlassen der Heimat ihrer Familie. Die Verf. beschreibt zunächst die Auswanderung ihrer Urgroßeltern aus Erlenbach in der Pfalz 1910 und den Aufbau einer neuen Existenz in Barcin in der Provinz Posen. Sie schildert dann den Existenzverlust im neuen polnischen Staat sowie den Neubeginn der nächsten Generation in Schlesien und Brandenburg und erzählt anschließend die Geschichte der Flucht und Vertreibung. Dabei werden jeweils die unterschiedlichen Motive für das Weggehen aus der Geschichte abgeleitet und in den Auswirkungen auf das persönliche Schicksal der Familie verdeutlicht. Den Abschluss des Beitrags bildet eine Bilddokumentation des Wiedersehens der Großmutter mit der alten Heimat in Schlesien, die den gegenwärtigen Kontakt der pfälzischen Familie zu den neuen Bewohnern des ehemaligen Elternhauses veranschaulicht.

Literaturverzeichnis

98 S., ill. mit Fotos und Karten, Anhang: Fotos, Karte, Dokumentenkopien, Zeitungsausschnitte, Plakate

Quellen

Zeitzeugeninterviews, Experteninformationen, Sekundärliteratur, Internet