Wettbewerb: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Die Einflussnahme der Niederländisch-Wallonischen Glaubensflüchtlinge auf die religiöse und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Hanau

4. Preis
2003
Hauke Hans Grün
Carlo Grün

Klasse 10; Otto-Hahn-Schule, Gymnasium

63450 Hanau, Hessen, Deutschland

#2003-1425

Der Verf. nimmt die Migrationsthematik zum Anlass, sich mit der Stadtgeschichte Hanaus zu beschäftigen: Er zeichnet den Einfluss von Glaubensflüchtlingen im 16. und 17. Jahrhundert vor allem auf die wirtschaftliche Entwicklung seiner Heimatstadt nach. Die Grundlage des Beitrags bilden eine Archivrecherche und die Auswertung regionalgeschichtlicher Literatur. Vor dem Hintergrund einiger Informationen zum historischen Kontext beschreibt der Verf. in vielfältigen Aspekten die wirtschaftliche Entwicklung, die die Stadt Hanau durch die Einwanderung der niederländischen Wallonen nahm. Er schildert die verschiedenen Maßnahmen des Landesherrn zur Unterstützung der Flüchtlinge und das allmähliche Wachsen eines von der ursprünglichen Stadt Hanau unabhängigen und räumlich getrennten Gemeinwesens. Anhand vieler verschiedener Gewerbe (z. B. Textilgewerbe wie Tuchmachereien und Zeugwebereien, Bierbrauereien, Tabakfabrikation) und der Geschichte einer Firma, die aus einer Apotheke hervorging, erläutert der Verf. die meist positiven Entwicklungsimpulse für die Stadt. Er zeichnet die Ratsbeschlüsse ebenso nach wie die durch die Zuwanderungen bedingten Modernisierungen. Auch die Konfliktpunkte zwischen den Alt- und Neubürgern werden angesprochen. In einer abschließenden Bewertung reflektiert der Verf. die Frage nach der langfristigen Bedeutung des geschilderten Migrationsprozesses für die Region.

Literaturverzeichnis

43 S., ms., ill. mit Fotos, einer Karte, Abb. und Dokumentenkopien

Quellen

Experteninformationen, Bestände des Stadtarchivs Hanau, Sekundärliteratur