Wettbewerb: Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte Nachbarschaft unter Studenten – Toleranz für jedermann?
Klasse 10, Landgraf-Ludwigs-Gymnasium, Gymnasium
35396 Gießen, Hessen, Deutschland
#2013-0654
In dem Beitrag der zwei Gießener Schülerinnen geht es um studentische Nachbarschaft in den Nachkriegsjahren des Ersten Weltkriegs. Am Beispiel des jüdischen Medizinstudenten Ludwig Falkenstein, der an der Justus-Liebig-Universität studierte und 1921 Opfer antisemitischer Übergriffe wurde, untersuchten die Schülerinnen das Zusammenleben von Studenten unterschiedlicher Religionen. Sie recherchierten zum studentischen Verbindungsleben und zu den Hintergründen des Antisemitismus im Kaiserreich und der Weimarer Republik. Zur Beantwortung ihrer Leitfrage nach den Beweggründen der Judenverfolgung unter den Gießener Studenten recherchierten sie im Stadtarchiv zum Fall Ludwig Falkenstein und werteten die schwierigen Quellen sorgfältig aus. Dabei gelang ihnen ein Beitrag, der auch auf die verschiedenen Sichtweisen des Falls eingeht und neben der Perspektive des Opfers auch die der christlichen Studenten und der damaligen Presse beleuchtet.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben