Wettbewerb: Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte Nachbarschaft in der Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel der Gießener Märkte

Landessieger
2013
Schenke, Leon
Christoph Geibel

Klasse 07, Landgraf-Ludwigs-Gymnasium, Gymnasium

35396 Gießen, Hessen, Deutschland

#2013-0278

Der Siebtklässler aus Gießen betrachtet in seiner Arbeit die Veränderungen von Nachbarschaften während des Nationalsozialismus in den 1930er Jahren in seiner Heimatstadt. Hierfür untersuchte er die Gießener Frühlings- und Herbstmessen 1933 und 1934, auf denen jüdische und nicht jüdische Geschäftspartner über Jahre hinweg eine besondere Nachbarschaft auf Zeit pflegten. Dies änderte sich mit den Verordnungen gegenüber Juden seit Beginn der 1930er Jahre, die schwere Folgen für die Nachbarschaftsverhältnisse hatten. Der Schüler wertete für seinen Beitrag zeitgenössische Briefe, Zeitschriften und Gesetzesblätter aus, die er im Gießener Stadtarchiv fand. Insbesondere mit dem Feindbild des Juden in Zeitungsartikeln über die Gießener Märkte setzt sich der Schüler in seiner Arbeit eingehend auseinander und erforscht den Einfluss, den die lokale Presse auf die Nachbarschaft der Marktleute hatte.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben