Wettbewerb: Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte Integration durch Nachbarschaft
Klasse 09, Liebfrauenschule Cloppenburg Gymnasium in freier Trägerschaft, Gymnasium
49661 Cloppenburg, Niedersachsen, Deutschland
#2013-0597
In Cloppenburg setzte sich der Pfarrer W. Scheperjans für die Erbauung der Ermlandsiedlung ein. Diese sollte es Flüchtlingen aus den ehemaligen Ostgebieten – die größtenteils aus dem katholisch geprägten Ermland stammten – ermöglichen, leichter in der neuen Umgebung Fuß zu fassen. Insbesondere für geflohene Bauern und ihre Familien war die Situation nach der Flucht prekär, denn ohne Bauernhof hatten die Menschen keine Lebensgrundlage. In der Ermlandsiedlung erhielten die Flüchtlinge eine Bleibe und etwas Ackerland. Inwiefern die separierte Ansiedlung der Flüchtlinge Abgrenzung oder gegenseitige Hilfe beim Neuanfang in fremder Umgebung hervorrief und wie sich das Verhältnis zwischen Siedlungsbewohnern und übriger Bevölkerung gestaltete, analysiert Leon Sieverding. Der Neuntklässler recherchierte dazu in der Fachliteratur und im Archiv und konnte sogar einen bisher unerschlossenen Quellenbestand für seinen Beitrag auswerten.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben