Wettbewerb: Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte Das Schicksal des jüdischen Arztes Rudolf Laaser – Nachbarschaft im Dritten Reich und der DDR

Landessieger
2013
Ferl, Johannes; Kleine, Rüdiger
Jakob Polak

Klasse 10, Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra, Gymnasium

01662 Meißen, Sachsen, Deutschland

#2013-1269

Welchen Einfluss haben politische Systeme auf Nachbarschaften? Dieser Frage gingen die beiden Schüler für ihren Wettbewerbsbeitrag am Beispiel der Geschichte der jüdischen Familie Laaser in Eillenburg nach. Durch einen Aufruf in der Lokalpresse stießen sie auf Zeitzeugen, und mithilfe der Tochter von Rudolf Laaser konnten sie für ihre Arbeit auch auf zahlreiche Dokumente der Familie zurückgreifen. Darüber hinaus führte ihre umfangreiche Spurensuche sie ins Stadtarchiv Delitzsch und in das Archiv der »Leipziger Volkszeitung«. Im Falle der Familie Laaser stellte sich heraus, dass Nachbarschaften in totalitären Systemen nicht unbedingt den Zwängen des Staates unterlagen. So zeigten die Schüler unter anderem, dass die Patienten und Nachbarn von Rudolf Laaser dem Boykott jüdischer Ärzte im Nationalsozialismus nicht folgten. Mit ihrer Arbeit verweisen sie abschließend auch auf die heutige Bedeutung von Zivilcourage gegen Diskriminierung und Gewalt in der Nachbarschaft.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben