Wettbewerb: So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch Die vergessenen Krisenjahre. Mainz unter französischer Besatzung 1918-1930

Landessieger
2019
Schäfer, Moritz
Werner Ostendorf

7. Klasse, Rabanus-Maurus-Gymnasium, Gymnasium

55118 Mainz, Rheinland-Pfalz, Deutschland

#2019-0395

Aus der Sicht der Reichsregierung, der französischen Besatzer und der Mainzer Bürgerinnen und Bürger beschreibt Moritz Schäfer die Mainzer Zeit der französischen Besatzung von 1918 bis 1930. Um all diese Perspektiven kennenzulernen, besucht der Siebtklässler das Stadtarchiv Mainz, zwei Ausstellungen über den Ersten Weltkrieg, das Garnisonsmuseum in Mainz und verschiedene Vorträge. Während der Recherchen stellt er fest, dass man bei genauem Hinschauen die einzelnen Positionen der beteiligten Seiten durchaus verstehen kann. Die Mainzer hatten nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg und nach dem Ende der Monarchie Schwierigkeiten, das neue demokratische System zu verstehen. Wirtschaftliche Not verschärfte die Lage. Die französischen Besatzer fühlten sich als einer der Gewinner des Krieges moralisch im Recht und wünschten sich vor allem Sicherheit. Das schlechte Verhältnis von Mainzerinnen und Mainzern zu den Franzosen spitzte sich 1923 zu einer Krise zu, als das Ruhrgebiet von diesen besetzt wurde. Sie kennzeichnet aber auch einen Wendepunkt. Moritz Schäfer erkennt in seinem Beitrag vor allem, wie Propaganda und Ideologien Menschen beeinflussen können, und ist froh, dass im heutigen Mainz die deutsch-französische Freundschaft betont und gelebt wird.

Literaturverzeichnis

Bibliographische Angaben