Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Von bäuerlicher Strukturlandschaft zum Badeparadies

4. Preis
2005
Heumann, Julian / Zinner, Christine
Heinrich Krauss

Klasse 12; Simon-Marius-Gymnasium

91710 Gunzenhausen, Bayern, Deutschland

#2005-1336

Der Beitrag befasst sich mit der Umgestaltung der mittelfränkischen Landschaft im Bereich der Wasserscheide von Donau-Altmühl und Main-Regnitz. Dabei ging es darum, in der Region eine Landschaft von Stauseen entstehen zu lassen, die von den Wasserreserven des Donauraums gespeist sind und deren Wasser in den relativ wasserarmen nordfränkischen Raum mit seinen industriellen Verdichtungszonen umgelenkt werden sollte. Den Verf. geht es neben der Darstellung der Umgestaltung um die Folgen der Landschaftsveränderung für die dort lebenden Menschen. Sie stützen sich auf Zeitzeugeninterviews, Zeitungsartikel, behördliches und verbandliches Material und einige Literatur.

Literaturverzeichnis

22 S., DIN A3 (beids. bedruckt), ms., ill. mit Fotos, Karten, Zeitungsartikeln und einem Prospekt

Quellen

Ausgehend von zwei Karten von 1974 und 1997, die die Landschaftsveränderungen in der Region deutlich machen, stellen die Verf. zunächst ausführlich das Gesamtkonzept der Wasserüberleitung dar. Dabei gehen sie auf die Motive sowie die technischen und die regionalwirtschaftlichen Probleme ein, die im Zusammenhang mit den großräumig ausgelegten Landschaftsbaumaßnahmen standen. Ausführlich werden dann die strukturellen Veränderungen von einer bäuerlich geprägten zu einer teiltouristischen Region beschrieben. Am Beispiel einer Zeitzeugin, die einen Ferienbauernhof mit besonderem Angebot für Familien mit Kindern führt, wird der Strukturwandel in seiner Bedeutung für die Menschen eindrucksvoll veranschaulicht. Die Verf. kommen zu dem Schluss, dass "der Bau des Fränkischen Seenlandes [grundsätzlich] ein voller Erfolg [ist]", aber die "Belastung, gerade der Familien und Menschen (Mühlen- und Flächenbesitzer), die unmittelbar vom Bau der Seen betroffen waren, nicht vergessen werden [sollten]".