Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Torfstecher im Dachauer Moos
Klasse 08; Josef-Effner-Gymnasium
85221 Dachau, Bayern, Deutschland
#2005-0136
Eingebettet in die Regionalgeschichte und die allgemeine industrielle Entwicklung, stellt die Verf. die Entstehung, Entwicklung und Veränderung der Arbeit der Torfstecher im Dachauer Moos seit dem 18. Jahrhundert dar. Die Grundlage des Beitrags bildet eine umfangreiche und vielseitige Recherche in Archiven, in der Literatur, im Internet und in Zeitungen. Außerdem führte die Verf. einige Gespräche mit Zeitzeugen und Experten und nutzte die Ausstellung des Heimatmuseums.
Literaturverzeichnis
66 S., ms., ill. mit Fotos und Abb., Anhang: Interviewprotokolle, Dokumentenkopien
Quellen
Die Verf. beginnt mit einer Beschreibung des Arbeitsortes und schildert ausführlich die Entstehung und Urbarmachung des Dachauer Mooses sowie die Einstellung der ersten Torfstecher im Jahr 1759. Nach einigen Informationen zum Torf als Produkt des Moores stellt die Verf. in detaillierten Schritten den Arbeitsablauf beim Torfstechen dar. Sie beschreibt die Arbeitsteilung von Männern und Frauen, die Fähigkeiten und Kenntnisse der Torfstecher, die Entstehung des Berufes, die Entwicklung der Löhne, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Torfstecher im Wandel der Zeit und ihr soziales Ansehen. In einem sehr ausführlichen Teil schildert die Verf. die Berufsentwicklung und geht dabei auf politisch-gesellschaftliche Einflüsse ebenso ein wie auf technische Neuerungen, die die Arbeit des Torfstechers veränderten. Die Verf. beschließt den Beitrag mit einer Darstellung der heutigen Nutzung des Torfes und mit einem ausführlichen Resümee. Sie weist u.a. darauf hin, dass erst der Torfstich zu einer Kultivierung des Dachauer Mooses führte, so dass heute auf ungefähr 50% der Moorfläche Agrarwirtschaft betrieben werden kann. Durch die zunehmende Mechanisierung und Industrialisierung im 20. Jahrhundert sowie durch das viel billigere Erdöl verschwand der Torfstich.