Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Sich regen bringt Wärme und Wohlbefinden: Torfstechen im Hohen Venn

3. Preis
2005
Barth, Stephan, u.a. (30 Verf.)
Christa Goergens, Roswitha Schwan

Klasse 06; Elwin-Christoffel-Realschule

52156 Monschau, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-0508

Bei dem Beitrag einer sechsten Klasse handelt es sich um die Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Ergebnisse eines Projekts zum Torfstechen im Hohen Venn, das heute zu Belgien gehört und in dem die Vorfahren der Schülerinnen und Schüler über Jahrhunderte ihr Heizmaterial gestochen haben. In Gruppen recherchieren die Schülerinnen und Schüler vielfältige Aspekte des Berufes des Torfstechers. Sie interviewen Zeitzeugen, befragen Experten, besuchen ein Bauernmuseum, suchen die Arbeitsorte der Torfstecher auf, sehen sich einen Lehrfilm an und werten heimatgeschichtliche Literatur aus. Sie erarbeiten außerdem nichthistorisches Wissen im Fachunterricht. Im Chemieunterricht z.B. wird der Frage nachgegangen, wie Torf riecht und brennt, auch im Vergleich zu Holz. Im Kunstunterricht bauen die Schülerinnen und Schüler Torfmodelle. Auf diese Weise sammeln sie zahlreiche Informationen zu den Lebensumständen und den Arbeitsbedingungen der Torfstecher und ihrer Familien, die sie abschließend in einem Konzept und Drehbuch für einen Film verarbeiten. Der anschauliche und künstlerisch durchaus anspruchsvolle Film, der von einem befreundeten "Filmemacher" gedreht und geschnitten wird, beginnt mit einer Spielszene im Bauernmuseum, von der ausgehend auf unterschiedliche Weise die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Torfstecherfamilien vor ca. 100 Jahren dargestellt werden: Die Schülerinnen und Schüler werden u.a. beim Torfstechen gezeigt, ein Theaterstück wird als "Zeitreise" eingebaut und durch historisches Filmmaterial aus einem Dokumentarfilm ergänzt.

Literaturverzeichnis

94 S., ms., ill. mit Fotos und einer Karte, Anlage: Film auf DVD

Quellen

Zeitzeugeninterviews, Experteninformationen, Ortsbesichtigung, Museumsbesuch, Sekundärliteratur, Internet