Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Sei deines Glückes Schmied - Arbeit in der Schmiede im Wandel der Zeit

4. Preis
2005
Pohlschmidt, Katharina
Christian Stock

Klasse 09; Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium

48249 Dülmen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-0624

Die Verf. beschäftigt sich mit der eigenen Familiengeschichte und untersucht die Arbeit in der familieneigenen Schmiede. Im Mittelpunkt steht dabei der Vergleich der Arbeitsbedingungen und Arbeitsabläufe zur Zeit des Urgroßvaters und zur Zeit des Großvaters. Die materiale Grundlage bilden vor allem Gespräche mit Familienangehörigen und Bestände aus privatem Besitz.

Literaturverzeichnis

36 S., ms., ill. mit Fotos und Dokumentenkopien

Quellen

Nach einigen allgemeinen Informationen zum Beruf des Schmieds schildert die Verf. in zwei Teilen die Lebenswege und die Arbeit ihres Urgroßvaters Wilhelm Hans (Jg. 1881), der Anfang des 20. Jahrhunderts in Dortmund eine Schmiede gründete, und seines Sohnes Rudolf Hans, der 1954 die Schmiede übernahm und sie bis 1994 führte. Dabei beschreibt sie neben den Lebenswegen der beiden Betriebsinhaber jeweils die Betriebe, die Mitarbeiter, den Tagesablauf, die Arbeitsbedingungen, die Arbeitstechniken und -kleidung, die Tätigkeitsfelder und die Kunden. Anhand eines Vergleichs zwischen Vater und Sohn veranschaulicht die Verf. schließlich den Wandel, den der Beruf des Schmieds seit Beginn des 20. Jahrhunderts erfahren hat. Große Unterschiede gab es vor allem in der Produktherstellung, dem Umsatzmarkt und dem Kundenkreis. Da der Großvater der Verf. von den herkömmlichen Arbeiten eines Schmiedes schon nicht mehr leben konnte, spezialisierte er sich auf Boxen- und Stallungsbau und belieferte Kunden in ganz NRW und Niedersachsen. Es wird am Ende deutlich, warum das Schmiedehandwerk keine Zukunft hat.