Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte "Man muss" als Sensenschmied "Taktgefühl im Blut haben". Die Geschichte des Schlebuscher Sensenhammers H. P. Kuhlmann Söhne und seine Entwicklung zum Industriemuseum
Klasse 07; Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
51375 Leverkusen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2005-1294
Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte der Sensenfabrik H. P. Kuhlmann Söhne von deren Gründung 1837 bis zur Schließung 1987 und mit deren anschließender Umgestaltung in ein Industriemuseum. Im Zentrum stehen die sich wandelnden Arbeitsbedingungen vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Verf. stützen sich auf überaus umfangreiches und vielfältiges Material: Gespräche mit sechs Zeitzeugen, zahlreiche Akten aus dem Wirtschaftsarchiv Köln und dem Stadtarchiv Leverkusen, ein Film über die Arbeitsschritte beim Sensenschmieden (1968) mit Begleitbuch, regionalhistorische Publikationen, Zeitungsartikel und Informationen aus dem Internet.
Literaturverzeichnis
76 S., ms., ill. mit Fotos, Abb., Dokumentenkopien und Zeitungsartikeln, Anhang (53 S.): Interviewprotokolle, Aktenübersicht, Zeitungsartikel
Quellen
Der Beitrag beginnt mit einem ausführlichen Überblick über die 150-jährige Geschichte der Firma in Leverkusen-Schlebusch, wo sich auch das Gymnasium der beiden Verf. befindet. Die Firma spezialisierte sich auf Sensen und Sicheln und erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts "goldene Jahre", weil die Mechanisierung in der Landwirtschaft stillstand. Anschließend beschreiben die Verf. in zahlreichen Details die Veränderungen der Arbeitsbedingungen und -prozesse in der Fabrik und betten diese in die politischen, wirtschaftlichen und produktionstechnischen Rahmenbedingungen ein. Sie schildern die Ausbildung und die Arbeit des Sensenschmieds im Wandel der Zeit, veranschaulichen eindrücklich die Härte des Arbeitsalltags, erläutern die politischen Konflikte im Hinblick auf Streiks z.B. (1909/10) und beschreiben die Nazifizierung der Arbeitswelt nach 1933. Den Verf. gelingt es, neben der Unternehmersicht die Perspektive der Arbeiter in vielfältigen Aspekten darzustellen. Im letzten Teil befassen sich die Verf. mit der Konzeptionierung des Museums und der Renovierung der Fabrikgebäude.