Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte "I'm not a lady, I'm a doctor!" Oder: Was es in einer Männergesellschaft bedeutet hat, den Beruf einer Ärztin zu ergreifen
Klasse 12; Eberhard-Ludwigs-Gymnasium
70174 Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
#2005-0300
Die Verf. befassen sich mit dem Problem der Gleichberechtigung der Geschlechter und seiner Spiegelung im Arztberuf. Die Grundlage des Beitrags bilden die Lebenserinnerungen einer Ärztin, zwei Gespräche mit Zeitzeuginnen, eine Umfrage sowie eine Literatur- und Internetrecherche.
Literaturverzeichnis
48 S., ms., ill. mit Fotos und Abb.
Quellen
Vor dem Hintergrund einiger allgemeiner Informationen zur Frauenbewegung und zur Frauenbildung schildern die Verf. die Anfänge des Frauenstudiums. Sie beschreiben anschließend den Strukturwandel des Arztberufes "vom gelehrten Arzt zum Allgemeinmediziner" seit dem 19. Jahrhundert. Vor diesem Hintergrund entfalten die Verf. die Lebensgeschichte der Else Kienle (1900-1970), die Anfang der 1920er Jahre in Tübingen, München, Kiel und Heidelberg Medizin studierte, nach einer Anstellung im Katharinenhospital in Stuttgart seit 1928 eine eigene Praxis führte und 1931 wegen Verstößen gegen § 218 verhaftet wurde. Anschließend schildern die Verf. anhand von zwei Gesprächen mit zwei weiteren ehemaligen Ärztinnen die Situation von Medizinerinnen nach dem Zweiten Weltkrieg. Abschließend fragen die Verf. nach der Gleichberechtigung im Arztberuf in heutiger Zeit und verdeutlichen anhand einer Umfrage und aktuellen Zahlenmaterials die heute noch bestehende Ungleichheit in den Chancen von Medizinerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen.