Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte "Hiev` up!" Die Hochseefischerei an der Unterweser 1945-1989

4. Preis
2005
Knust, Martin Günter
Dr. Georg Mondwurf

Klasse 13; Schulzentrum Carl von Ossietzky, Gymnasium

27574 Bremerhaven, Bremen, Deutschland

#2005-0517

Der Verf. schildert den Aufstieg und Niedergang der deutschen Hochseefischerei in Bremerhaven von ihrem Beginn im Jahr 1885 bis zu ihrem Ende im Jahr 1989, wobei der Schwerpunkt der Darstellung im Zeitraum vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die späten 1980er Jahre liegt. Die materiale Grundlage bilden Gespräche mit Zeitzeugen und Experten sowie eine umfangreiche Literatur- und Internetrecherche.

Literaturverzeichnis

95 S., ms., ill. mit Fotos, Abb. und Dokumentenkopien, Anhang: Kleine Geschichte der Hochseefischerei an der Unterweser vor 1945

Quellen

Der Verf. untersucht in zwei Kapiteln zunächst die Wurzeln der Hochseefischerei an der Unterweser 1885 bis 1993 und ihre Entwicklung vom Dritten Reich bis heute. Zu Beginn der 1960er Jahre war ein Drittel der Bremerhavener Bevölkerung in der Hochseefischerei und ihr angeschlossenen Wirtschaftszweigen beschäftigt. Ihre Arbeit steht im Zentrum der Untersuchung: Ausführlich und in vielfältigen Details schildert der Verf. das Arbeitsgerät im Wandel der Zeit, die Besatzung der Fangflotte als verschworene Männergemeinschaft und die Arbeitsbedingungen auf den Schiffen. So erfährt man viel über den Arbeitsablauf auf See und beim Anlanden der Fische, über die beim Fischen verwendeten Werkzeuge, den Vorgang des Fischzuges und die Gefahren an Bord. Die Darstellungen werden anschaulich ergänzt durch die Lebensberichte von Zeitzeugen, die noch einmal an Beispielen deutlich machen, wie sich die Arbeit bei der Seefischerei im Laufe der Zeit wandelte. Ein Kapitel zum Niedergang der Hochseefischerei und den Folgen für Bremerhaven beschließt die Untersuchung.