Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Gustav Lübbe und der BASTEI-Verlag. Eine Geschichte über Arbeit und Erfolg im Wirtschaftswunder
Klasse 13; Otto-Hahn-Gymnasium
51429 Bergisch Gladbach, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2005-0701
Der Verf. befasst sich mit der Geschichte des Verlegers Gustav Lübbe und seines BASTEI-Verlages in den Jahren 1950 bis 1963. Er fragt danach, welche Rolle Arbeit für den außergewöhnlichen Unternehmererfolg in der Ära des "Wirtschaftswunders" spielte. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen das Betriebsklima und die Arbeitshaltung des Verlegers, der 1950 den riskanten Schritt wagte, den Beruf eines erfolgreichen Journalisten gegen den eines Verlagsunternehmers einzutauschen, der einen Kleinverlag für Trivialliteratur bis 1963 zu einem Unternehmen machte, das über 100 Mitarbeiter beschäftigte und Umsätze in Millionenhöhe erwirtschaftete. Die materiale Grundlage bilden zahlreiche - auch auf CD-ROM vorliegende - Zeitzeugeninterviews, Akten aus dem Stadtarchiv Bergisch Gladbach und aus privatem Besitz sowie Informationen aus der Literatur und dem Internet.
Literaturverzeichnis
83 S., ms., ill. mit Fotos und Abb., Anlage: CD-ROM mit Interviewaufnahmen und ausgewählten Quellen
Quellen
Der Beitrag ist in drei Teile gegliedert: Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Kauf des BASTEI-Verlages und der Übernahme durch Gustav Lübbe, der zweite Teil schildert den wirtschaftlichen Aufschwung des Verlages in den Jahren 1954 bis 1957, und der dritte Teil befasst sich mit der Zeit bis 1963, in der die Umsatzzahlen des Verlages explodierten. Diesen großen Unternehmererfolg führt der Verf. zum einen auf die außergewöhnliche Arbeitshaltung des Verlegers zurück, zum anderen auf dessen Gespür für die Konsumenten von Trivialliteratur als auch für die Gemütsverfassung seiner Autoren, die für ihn Heftromane und Comichefte verfassten. Auch bei der Personalauswahl und der Motivierung seiner Mitarbeiter schien er eine "glückliche Hand" zu haben. Gleichwohl verweist der Verf. auch auf kritische Stimmen gegenüber Lübbes Führungsstil, der von einer patriarchalischen Fürsorge einerseits und einer hohen Arbeitsanforderung an sich selbst und an andere andererseits geprägt war.