Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Ein historischer Spaziergang durch Köln
Klasse 11; Königin-Luise-Gymnasium
50672 Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2005-0482
Ausgehend von aktuellen Protesten gegen Hartz IV, beschäftigt sich der Beitrag mit der Sozialgeschichte der Arbeit in Köln am Beispiel des Schutzes der Arbeitenden von den Anfängen in der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart. Die materiale Grundlage bilden umfangreiche lokalhistorische Literatur, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel sowie mehrere Gespräche mit Rentnerinnen und Rentnern, die als Zahntechniker, Ingenieur, Zimmermann, Verkäuferin, Brauer, Hotelkauffrau, Köchin und Mechaniker gearbeitet haben.
Literaturverzeichnis
19 S., ms., ill. mit Fotos und Abb.
Quellen
Für die Darstellung der gesammelten Informationen wählt die Verf. eine außergewöhnliche und kreative Präsentationsform: Sie verarbeitet das Material zu einer fiktiven Stadtführung, mit der die Kölner Heinzelmännchen vom Heinzelmännchenbrunnen einem durch eine Raumschiffpanne in die Stadt verschlagenen Außerirdischen die Zeit vertreiben. Dabei verkörpern die Heinzelmännchen den "kleinen Mann", der selber zu den Arbeitern zählt und von den Veränderungen der Sozialpolitik primär betroffen ist. Wegen ihrer mythologischen Zeitlosigkeit können die Heinzelmännchen als "Zeitzeugen" aller Epochen fungieren, an die der Außerirdische seine interessierten Fragen stellen kann. Darüber hinaus bietet der Stadtrundgang die Möglichkeit, lokale Anknüpfungspunkte für die Ausführungen über den Schutz der Arbeitenden im Wandel der Zeit zu finden. Auf diese Weise entsteht eine anschauliche und humorvoll formulierte Geschichte der Arbeit, die Informationen zum Arbeitsschutz eingebettet in ökonomisch-historische Zusammenhänge darstellt.