Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Dienstbare Geister. Das Leben eines Dienstmädchens im 19. und 20. Jahrhundert
Klasse 11; Clara-Fey-Gymnasium
53173 Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2005-0234
Die Verf. untersucht am Beispiel ihrer Urgroßmutter das Leben und Arbeiten von Dienstmädchen im 19. und 20. Jahrhundert. Neben einschlägiger Literatur stützt sich die Verf. vor allem auf die Erzählungen ihrer Großmutter, die als Kind die Tätigkeit ihrer Mutter in einer herrschaftlichen Villa, die sich ganz in der Nähe des Wohnhauses der Verf. befindet, miterlebt hat. Zur Ergänzung zieht die Verf. die veröffentlichen Lebenserinnerungen des Arbeitgebers ihrer Urgroßmutter heran.
Literaturverzeichnis
45 S., ms., ill. mit Fotos, Abb., Dokumentenkopien, Tabellen und Grafiken
Quellen
In einem ersten allgemeinen Teil schildert die Verf. vielfältige Aspekte der Arbeit eines Dienstmädchens um die Jahrhundertwende: z.B. Stellensuche und Stellenvermittlung, Unterschiede zwischen den Arbeit gebenden Haushalten, Berufsperspektiven, Arbeitszeiten, Einkommen, Wohnverhältnisse, Tätigkeiten und Arbeitsabläufe, rechtliche Situation und Freizeit. Vor diesem Hintergrund entfaltet die Verf. die Arbeitsbiografie ihrer Urgroßmutter, die Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere Jahre in einer reichen Bonner Familie gearbeitet hat. Anhand der Erzählungen der Tochter (Großmutter der Verf.) beschreibt die Verf. die Arbeitgeber-Familie, den Arbeitsort und den Arbeitsalltag. Abschließend stellt die Verf. den gesellschaftlichen Veränderungsprozess dar, der den Beruf des Dienstmädchens zum Verschwinden brachte, und geht dabei auf die Emanzipation der Frau sowie auf den technischen Wandel infolge der Industrialisierung ein.