Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Die Veränderung der Arbeitsverhältnisse von 1889 bis 2005 in der Textilindustrie am Beispiel der Firma Verseidag in Willich

4. Preis
2005
Hanslik, Katharina
Birgit Köller

Klasse 09; Lise-Meitner-Gymnasium

47877 Willich, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-0318

Die Verf. untersucht chronologisch die Entwicklung von zwei Textilbetrieben im Kreis Viersen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen die Veränderungen der Arbeitsbedingungen und deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Die Verf. stützten sich vor allem auf zeitgenössische Zeitungsartikel und einige werks- und lokalgeschichtliche Veröffentlichungen.

Literaturverzeichnis

31 S., ms., ill. mit Fotos und Abb., Anhang: Interviewtranskript, Werkszeitung, Zeitungsartikel, Dokumentenkopien

Quellen

In einem einleitenden Kapitel stellt die Verf. die Entwicklung der Seidenindustrie in Krefeld dar. Vor diesem Hintergrund schildert sie die Entstehung der Firmen C. Lange in Anrath und Deuß & Oetker in Schiefbahn sowie die Arbeitsbedingungen in den beiden Firmen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Dabei erwähnt sie auch einige betriebliche Konflikte, z.B. um konfessionelle Feiertage. Anschließend beschreibt sie die schwere Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und die Fusion mehrerer Firmen zu der Vereinigte Seidenwebereien AG sowie die Arbeitsbedingungen vor dem Hintergrund zunehmender Technisierung bis 1945. Ausführlich stellt die Verf. in einem abschließenden Kapitel die Arbeit in der Firma Verseidag nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Sie geht dabei auf die Arbeitszeit der Angestellten, die Tätigkeiten und die Ausbildungseinrichtungen ein. Sie stellt außerdem heraus, dass die Automatisierung der Arbeitsabläufe zur Folge hatte, dass die Zahl der Beschäftigten sank. Die u.a. durch die große Konkurrenz aus Fernost verursachte Krise der Textilindustrie am Niederrhein führte schließlich zur Schließung der Firma in Schiefbahn und zur Fusion der Verseidag in Anrath mit einer weiteren Firma. Heute arbeiten dort 102 Angestellte an neuen, mit Computern ausgestatteten Maschinen - Ende der 1960er Jahre waren es noch ca. 660 Angestellte.