Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Die Silbersteine versprachen goldene Berge, doch sie hinterließen nur graue Mergelhalden. Der Strontianitbergbau in Drensteinfurt und Umgebung

4. Preis
2005
Rüttermann, Johannes
Dr. Viktor Rüttermann

Klasse 06; Kardinal-von-Galen-Gymnasium

48165 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-0770

Der Verf. beschäftigt sich mit dem Strontianitbergbau in Drensteinfurt bei Münster, der nur ca. 15 Jahre (ab 1874) boomte und dann verschwand, weil das geförderte Mineral, das in der Zuckerindustrie zur Entzuckerung der Melasse gebraucht wurde, durch ein wirtschaftlicheres ersetzt wurde. Der Verf. recherchiert dafür in verschiedenen Archiven, besucht mehrere Museen und Ausstellungen, befragt Experten und fotografiert Bergbauüberreste in seiner Region.

Literaturverzeichnis

109 S., ms., ill. mit Fotos, Karten und Dokumentenkopien, Anlage: CD

Quellen

Nach einem kurzen Einblick in die Stadtgeschichte Drensteinfurts und detaillierten Informationen zur Entstehung und Beschaffenheit von Strontianit präsentiert der Verf. das gesammelte Text- und Bildmaterial zum Strontianitbergbau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Anschaulich werden der Aufbau der Schachtanlage in Drensteinfurt, der Transport des Strontianits sowie die einzelnen Gruben und Schächte und ihre Überreste dargestellt. Darüber hinaus versucht der Verf., die Lebensverhältnisse der Bergarbeiter zu rekonstruieren, setzt sich am Beispiel der zugezogenen Arbeiter aus dem Ruhrgebiet und der Gastarbeiter aus Polen, Frankreich und Italien mit der Integration von "Fremden" in der Region auseinander und erforscht die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen, die dieser Wirtschaftszweig für die Region mit sich brachte. Weiterhin geht er der Frage nach, warum der Strontianitbergbau so schnell aufgegeben wurde und was danach mit den Bergarbeitern geschah.