Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Der Handel um die Zeit. Einzelhandel und Ladenschluss in Gießen vor 100 Jahren

4. Preis
2005
Kröck, Mira / Kühn, Bettina
Christoph Geibel

Klasse 10; Landgraf-Ludwigs-Schule, Gymnasium

35396 Gießen, Hessen, Deutschland

#2005-0684

Ausgehend von einer interessanten Akte über die Frage der Ladenschlusszeiten in der wilhelminischen Ära im Gießener Stadtarchiv, setzen sich die Verf. mit einem aktuellen Thema auseinander: mit der alten und der neuen Ladenschlussdebatte. Sie stützen sich auf umfangreiches Archivmaterial, ein Interview mit einem Vertreter der Gewerkschaft ver.di und einschlägige Literatur.

Literaturverzeichnis

58 S., ms., ill. mit Fotos, Abb. und Dokumentenkopien, Anhang: Dokumentenkopien, Anlage: CD mit Interviewaufnahmen

Quellen

Nach einer allgemeinen Darstellung der sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Situation um 1900 schildern die Verf. die Entwicklung des Einzelhandels in Gießen. Vor diesem Hintergrund stellen sie anschließend die Frage der Ladenschlusszeiten vor gut 100 Jahren zum einen im interessenpolitischen Spannungsfeld von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Kunden und zum anderen aus der gegensätzlichen Perspektive von Kaufhäusern und kleinerem Einzelhandel dar. Dabei referieren die Verf. ausführlich und reflektieren kritisch die jeweiligen Argumente der beteiligten Bevölkerungsgruppen. Exkurse führen immer wieder aus der Vergangenheit in die Gegenwart, um die Kontinuität und den Wandel im gesellschaftlichen Umgang mit der Ladenschlussdebatte zu verdeutlichen. Die Verf. kommen zu dem Schluss, dass sich die Debatte am Anfang des 20. Jahrhundert "sehr von dem, was wir heute über dieses Thema kennen, [unterschied]. Es ging nicht nur um Ladenschlusszeiten, sondern auch eine Wandlung auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere beim Einzelhandel."