Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte "Bordsteinschwalben, Bordellwirthe und der Schutzmann" - Der Beruf der
12. Klasse, Gymnasium Oberalster
22395 Hamburg, Hamburg, Deutschland
#2005-0328
Der arbeitsteilig erstellte Beitrag befasst sich mit der Geschichte der Prostitution in Hamburg seit dem 17. Jahrhundert. Im Vordergrund stehen die Institutionengeschichte des Vergnügungsviertels, die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen und die politische Bewertung und Reglementierung des Berufes der Prostituierten. Die materiale Grundlage bilden Gespräche mit einem Einsatzleiter des Landeskriminalamtes für den Bereich Prostitution sowie mit Sozialarbeitern, die Prostituierte betreuen, Akten aus dem Hamburger Staatsarchiv, Literatur und Informationen aus dem Internet. Die Verf. schildern zunächst die Entwicklung der Reeperbahn als Zentrum des Hamburger Vergnügungsviertels vom 17. Jahrhundert bis heute. Sie stellen ausführlich die Gesetzgebung zur Prostitution seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar und sehen diesen als Spiegel der (In-) Toleranz gegenüber diesem Erwerbszweig. Sie beschreiben außerdem Einstiegsgründe und Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte im Vergleich zwischen früher und heute, setzen die Standorte der Prostitution in Hamburg und in Köln gegenüber und untersuchen das Verhältnis von Prostituierten, Zuhältern und Polizei im 19. Jahrhundert, in der Nachkriegszeit und in der Gegenwart. Schließlich schildern sie die öffentliche Wahrnehmung der Prostitution und den Umgang mit der besonderen Gesundheitsproblematik des Gewerbes im historischen Vergleich.
Literaturverzeichnis
80 S., ms., ill. mit Karten und einer Grafik