Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Blinde können doch nicht arbeiten, oder? Zur Entwicklung der Blindentätigkeit

4. Preis
2005
Kreuzberg, Sarah / Wember, Clara
Gerburg Harenbrock

Klasse 10; Marienschule, Gymnasium

48151 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-0645

Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte und Gegenwart der Blindenarbeit und der Arbeitstätigkeit von Blinden. Die Verf. stellen entsprechende Einrichtungen und Arbeitsmöglichkeiten in Münster seit dem späten 18. Jahrhundert dar. Die Schwerpunkte der Darstellung bilden das Arbeitsleben von Blinden in der Nachkriegszeit sowie die Erzählungen und Erfahrungen von Zeitzeugen seit den 1980er Jahren. Die materiale Grundlage bilden ausführliche - im Anhang auch dokumentierte - Zeitzeugeninterviews, einschlägige Literatur und Informationen aus dem Internet.

Literaturverzeichnis

76 S., ms., ill. mit Fotos und Abb., Anhang (30 S.): Interviewtranskripte, Anlage: 2 CDs u.a. mit Interviewaufnahmen

Quellen

Die Verf. schildern in einem einleitenden Teil die Anfänge der Blindenbildung und der Blindenarbeit im 18. Jahrhundert, ihre Entwicklung bis in die 1920er Jahre sowie die Arbeitsmöglichkeiten für Blinde in Münster u.a. am Beispiel der Gesellschaft "Westfalenfleiß". Anschließend stellen sie die gesellschafts- und bildungspolitischen Kontexte der Nachkriegsjahrzehnte dar, wobei sie besonders auf die jeweilige Rolle der Blinden in der deutschen Gesellschaft eingehen. Vor diesem Hintergrund schildern sie anschaulich und ausführlich die Arbeitserfahrungen von Betroffenen in der Nachkriegszeit und seit den 1980er Jahren. Dabei wird auch die Komplexität und Schwierigkeit der Organisation des Alltags und des beruflichen Umfeldes deutlich.