Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Arbeitslosigkeit in Neuss zwischen 1918 und 1933 - der Anfang vom Ende

4. Preis
2005
Artz, Karsten Andreas / Uthayakumar, Rajeevann
Michael Kahlki

Klasse 10; Marie-Curie-Gymnasium

41462 Neuss, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-0656

Der Beitrag befasst sich mit der Arbeitslosigkeit und ihren Folgen in Neuss 1918 und 1933. Die Verf. gehen der Frage nach, inwiefern die hohe Arbeitslosigkeit als Ursache für politische Radikalisierung in der Weimarer Republik zu sehen ist. Die materiale Grundlage ist vielfältig: Zeitzeugenaussagen und Experteninformationen, Quellen aus dem Stadtarchiv Neuss, zeitgenössische Artikel der Neuss-Grevenbroicher Zeitung, historische Literatur und Informationen aus dem Internet.

Literaturverzeichnis

74 S., ms., ill. mit Fotos und Abb., Anhang (48 S.): Auswertungen der Interviews, Zeitzeugenbericht, Zeitungsartikel, Anlage: CD

Quellen

Zunächst geben die Verf. einen ausführlichen Überblick über die Geschichte der Weimarer Republik sowie der Sozialsysteme in Deutschland seit 1845. Anschließend schildern die Verf. die Entwicklung der Arbeitslosigkeit während der Inflation, der Ruhrbesetzung und der Weltwirtschaftskrise und stellen die Maßnahmen der Stadt Neuss und des Arbeitsamtes dar. Außerdem beschreiben sie die Lebensbedingungen der Arbeitslosen und verfolgen die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit anhand des Wahlverhaltens der Neusser 1918 bis 1933. Sie kommen zu dem Schluss, "dass die Arbeitslosen neben einem unzufriedenen Mittelstand, der seinen wirtschaftlichen Ruin fürchtete, und Angestellten, die in der Gesellschaft keinen Erfolg hatten, eine von drei Säulen für den politischen Erfolg der NSDAP waren".