Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Arbeit und Arbeitsverhältnisse auf der Bremer Woll-Kämmerei zu Blumenthal zur Zeit des zweiten Weltkrieges

4. Preis
2005
Burmann, Anja / Rosenkranz, Lea / Nohturfft, Vivien
Christa Sonntag

Klasse 09; Schulzentrum Findorff, Gymnasium

28215 Bremen, Bremen, Deutschland

#2005-0963

Die Verf. beschäftigen sich mit der Geschichte der Bremer Woll-Kämmerei zu Blumenthal während des Zweiten Weltkriegs. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der Vergleich der Arbeit und der Arbeitsverhältnisse von freien Beschäftigten und Zwangsarbeitern. Die materiale Grundlage bilden Zeitzeugeninterviews - darunter auch zwei mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen aus Polen -, Firmenschriften, Zeitungsartikel, einschlägige Literatur und Informationen aus dem Internet.

Literaturverzeichnis

42 S., ms., ill. mit Abb. und Dokumentenkopien, Anhang: Briefe von Zeitzeugen

Quellen

Nach einer einleitenden Darstellung der 100-jährigen Geschichte der Bremer Woll-Kämmerei beschreiben die Verf. zunächst die Berufe und Arbeitsvorgänge in der Wäscherei und in der Kämmerei. Anschließend vergleichen die Verf. die Lebens- und Arbeitsbedingungen von freien Arbeitern und Zwangsarbeitern. Sie beschreiben jeweils die Arbeit, die Bezahlung, die Unterbringung, die Ernährung, die Rechte und Strafen sowie die Verhältnisse untereinander und zu den Vorgesetzten. Sie konstatieren dabei Unterschiede in der Darstellung der Bedingungen für die Zwangsarbeiter in den Gesprächen und in der Literatur. Abschließend schildern die Verf. anschaulich und in zahlreichen Details die Einzelschicksale einer deutschen Arbeiterin und einer polnischen Zwangsarbeiterin, die als 14-Jährige zur Zwangsarbeit verschleppt wurde. Ihre Erfahrungen verdeutlichen u.a. eindrucksvoll die Folgen des fünfjährigen Zwangsaufenthaltes in Deutschland für das weitere Leben der Zeitzeugin.