Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Als Bahnhofsleiter und Dispatcher 41 Jahre im Dienste der Reichsbahn
Klasse 12; Fallstein-Gymnasium
38835 Osterwieck, Sachsen-Anhalt, Deutschland
#2005-0586
Die Verf. schildert den Lebens- und Arbeitsweg ihres Großvaters, der 41 Jahre als Bahnhofsleiter und Dispatcher bei der Reichsbahn der DDR tätig war. Ihr Ziel ist es dabei auch, den Arbeitsalltag unter sozialistischen Bedingungen darzustellen. Den Kern der Recherche bilden ausführliche Gespräche mit dem Großvater sowie Dokumente aus dessen Besitz. Diese werden durch veröffentlichte Quellen und Informationen aus der Literatur und dem Internet ergänzt.
Literaturverzeichnis
48 S., ms., ill. mit Fotos, Zeitungsartikeln und Dokumentenkopien
Quellen
Nach einigen allgemeinen Informationen zur Geschichte der Deutschen Reichsbahn und zur Reichsbahndirektion Magdeburg, der der Großvater im Landkreis Halberstadt während seiner Berufstätigkeit unterstellt war, schildert die Verf. die Lehrjahre des Protagonisten bei der Reichsbahn. Bereits als Vierzehnjähriger begann dieser 1950 seine Ausbildung am Bahnhof Nienhagen in der Nähe des elterlichen Wohnortes. Nach einer Einarbeitungszeit übernahm er 1956 als jüngster Dienstvorsteher die Leitung des Bahnhofs Dedeleben in Zonengrenzlage. Die Verf. schildert am Beispiel des Berufslebens des Großvaters anschließend die Arbeit der Reichsbahn anschaulich und in vielfältigen Aspekten (z.B. Bereitschaftsdienst, Arbeit "vor der Tür", Kontrolle, Ordnung, Disziplin und Sicherheit, Bahnbetriebsunfälle, Hemmnisse durch Winterwetter, Fahrplan und Pünktlichkeit, Aufgaben des Güter- und Reiseverkehrs, Ausbildung und Qualifizierung). Sie ordnet dabei die persönlichen Erfahrungen des Zeitzeugen in die allgemeine Entwicklung der Bahn ein und fragt auch nach den politischen Anforderungen an einen Betriebsleiter der Bahn.