Wettbewerb: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Akkordarbeit - ein Fortschritt für die Gesellschaft oder ein Rückschritt für das Individuum?

4. Preis
2005
Vielhauer, Dominique
Martin Forch

Klasse 10; Kardinal-von-Galen-Gymnasium

48165 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-1008

Die Verf. untersucht am Bespiel der seit 1879 in Münster ansässigen Firma Winkhaus die Bedeutung von Akkordarbeit für die Gesellschaft auf der einen und die Arbeiter auf der anderen Seite. Dabei interessiert sich die Verf. besonders für die physischen und psychischen Folgen von Akkordarbeit für die Arbeiterinnen und Arbeiter. Die materiale Grundlage bilden Gespräche mit der Großmutter der Verf., die als junge Frau lange im Akkord gearbeitet hat, eine Befragung von 50 Akkordarbeitern, Informationen von Gewerkschaften und ihren Vertretern sowie einschlägige Literatur.

Literaturverzeichnis

49 S., ms., ill. mit Fotos

Quellen

Die Verf. schildert in einem ersten Teil vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung die Entstehung und Entwicklung von Akkordarbeit. Sie geht am Beispiel der 150-jährigen Geschichte der Firma Winkhaus der Frage nach, wie sich Akkordarbeit und Akkordlohn von anderer Arbeit unterscheiden und welche Bedeutung Akkordarbeit für den wirtschaftlichen Aufschwung hatte. Anschließend schildert sie auf der Grundlage einer Befragung von 50 Akkordarbeitern und -arbeiterinnen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Branchen in einem zweiten Teil die persönlichen Erfahrungen von Akkordarbeitern. Sie erläutert anschaulich und detailliert die psychischen und physischen Asuwirkungen der harten Arbeit im Akkord sowie deren Folgen auf das familiäre Sozialgefüge. Die Verf. kommt am Ende zu dem Schluss, dass die Ausgangsfrage einen unauflösbaren Widerspruch thematisiert hat.