Wettbewerb: Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte Tatort Marienkirche. Das traurige Ende einer Sprengung

3. Preis
2011
Beilke, Madita u.a. (9 Verf.)
Anke Ortlieb

Klasse 06, Evangelische Grundschule mit Orientierungsstufe, Orientierungsstufe

23970 Benz, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

#2011-0584

Über dem Abriss der St. Marienkirche in Wismar 1960 lag lange Zeit ein Mantel des Schweigens. Die neun Schüler und Schülerinnen der sechsten Klasse aus Wismar untersuchten in ihrem Wettbewerbsbeitrag die Sprengung des alten Kulturdenkmals, die ohne jede Bürgerbeteiligung einherging. In zum Teil fingierten Leserbriefen hatten Wismarer »Bürger« 1960 ihren Unmut darüber kundgetan, dass die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kirchenruine ein für Kinder und Passanten gefährlicher Ort sei. Leserbriefe, die sich gegen die Sprengung aussprachen, wurden selten abgedruckt. Auf Beschwerden reagierte die Ostsee-Zeitung Wismar mit dem Hinweis, dass diese Leserbriefe zu spät eingegangen seien. Auch private Briefe wurden damals geöffnet, umgeschrieben und weiterversendet. Grundlage der Wettbewerbsarbeit sind Akten aus dem Stadtarchiv Wismar.