Wettbewerb: Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte Skandal um die Namensgebung der Kunsthalle Bielefeld
Klasse 12, Ceciliengymnasium Bielefeld, Gymnasium
33604 Bielefeld, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2011-0394
Von ihrer Eröffnung 1968 bis zur Umbenennung 1998 hieß die Kunsthalle Bielefeld offiziell »Richard-Kaselowsky-Haus – Kunsthalle der Stadt Bielefeld«. Rudolf August Oetker – Enkel des gleichnamigen Unternehmensgründers – hatte mit seiner Spende für die Kunsthalle auch den Wunsch verbunden, diese nach seinem Stiefvater Kaselowsky zu benennen. Kaselowsky war Mitglied der Waffen-SS, ein Umstand, der zum Zeitpunkt der Benennung 1968 bekannt war. Die Widmung der Kunsthalle sorgte für entsprechende öffentliche Empörung. Die Schülerinnen Lenja Horn und Pia Schulte zeichnen die Auseinandersetzung um die skandalöse Namensgebung nach. Anhand von Quellen aus dem Stadtarchiv beurteilen sie das Abhängigkeitsverhältnis von Politik und Wirtschaft sowie die damalige Zustimmung von SPD-Politikern zur Namensgebung besonders kritisch.