Wettbewerb: Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte Kein Glockenläuten für Kurt Eisner! Skandal in Aschaffenburg im Februar 1919

Landessieger
2011
Hench, Barbara
Alexandra Neuberger

Klasse 09, Deutschhaus-Gymnasium, Gymnasium

97082 Würzburg, Bayern, Deutschland

#2011-0272

Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner, Anführer der Novemberrevolution in Bayern und Ministerpräsident der von ihm ausgerufenen Republik, auf offener Straße ermordet. Nach dem Attentat weigerte sich in Aschaffenburg Ignaz Hergenröther, Stadtpfarrer der Stiftskirche, Eisner zu Ehren die Totenglocken zu läuten, und versteckte den Schlüssel zum Kirchturm in seinen Bienenstöcken. Die Schülerin Barbara Hench hat den Skandal von 1919 rekonstruiert und ihre Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert. Auf acht Ausstellungstafeln verdeutlicht sie das konfliktreiche Verhältnis zwischen dem Aschaffenburger Arbeiter- und Soldatenrat und dem katholischen Klerus der Stadt. Grundlagen der Wettbewerbsarbeit sind zeitgenössische Presseartikel und Quellen aus dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg.