Wettbewerb: Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte Hinckeldeys Ende: Der Duelltod des Berliner Polizeipräsidenten Carl Ludwig Friedrich von Hinckeldey im Jahre 1856. Ein Skandal, der das Bürgertum dem Staat näher brachte?

Landessieger
2011
Böckmann, Hanna u.a. (10 Verf.)
Dr. Sebastian Prüfer

Klasse 08-12, Evangelische Schule Frohnau, Gymnasium

13409 Berlin, Berlin, Deutschland

#2011-0498

Carl Ludwig Friedrich von Hinckeldey, Generalpolizeidirektor in Berlin, geriet 1856 in eine Intrige des preußischen Adels. Von Friedrich Wilhelm IV. protegiert, galt Hinckeldeys Loyalität dem preußischen König. Anerkennung hatte sich Hinckeldey im Bürgertum erworben. Adelige Kreise stießen sich am Neutralitätsgebot, das er mit seinem Amt verband. Offiziere führten daher einen Plan aus, nachdem der Polizeipräsident durch gezielte Beleidigungen in ein Duell verwickelt werden sollte. Diese Intrige hatte Erfolg: Hinckeldey starb am 10. März 1856 im Duell mit Hans von Rochow. Die Geschichts-AG der Evangelischen Schule Frohnau hat den Duelltod des Polizeipräsidenten rekonstruiert, Motive und Interessen der beteiligten Akteure offengelegt und die Reaktionen auf das Duell in der Öffentlichkeit analysiert. Der Skandal um den Duelltod wird von der jahrgangsübergreifenden Gruppe anhand von Archivalien aus dem Landesarchiv Berlin, zeitgenössischen Pressetexten und einem schriftlich fixierten Augenzeugenbericht bearbeitet.